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Staatsanwaltschaft prüft Putzdienst in Tiroler Asylheimen

In einigen Tiroler Flüchtlingsheimen soll für einen internen Putzdienst seitens der Heimleitung ein Betrag von rund zehn Euro pro Asylwerber einbehalten worden sein. "Weil dies möglicherweise rechtswidrig war, wurde nun von der landeseigenen Tochter Tiroler Soziale Dienste (TSD) eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermittelt", gab das Land am Donnerstag bekannt.

Statt der insgesamt 240 Euro monatlich für Lebensmittel und Taschengeld hätten die Asylwerber in einigen Heimen demnach nur mehr 230 Euro ausbezahlt bekommen. Auch eine interne Prüfung sei im Laufen, teilten Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne) und der Geschäftsführer der TSD, Harald Bachmeier, mit. Das Land Tirol wie auch die TSD hätten höchstes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung und völliger Transparenz im Zusammenhang mit der Verwendung von Steuergeldern, hieß es.

Im Rahmen der Neuordnung der Grundversorgung von Flüchtlingen durch die Tiroler Soziale Dienste GmbH wurden Kassenführung und Buchhaltung der Tiroler Flüchtlingsheime auf ein neues System umgestellt. Im Zuge der Neuordnung des Rechnungswesens und des laufenden Controllings seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden.

Zur Entlassung des Heimleiters des Flüchtlingsheims Reichenau wollte das Land keine Stellungnahme abgeben. Der Heimleiter war laut Tiroler Tageszeitung (Donnerstagsausgabe) vergangen Freitag fristlos entlassen worden. "Es habe Unregelmäßigkeiten gegeben. Das Vertrauensverhältnis sei nachhaltig zerstört worden", sagte Bachmeier gegenüber der "TT".

(Quelle: S24)

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