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Streiks bei der Deutschen Post ausgeweitet

Tarifkonflikt mittlerweile festgefahren Salzburg24
Tarifkonflikt mittlerweile festgefahren

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat ihren Streik bei der Deutschen Post ausgeweitet. Am Mittwoch haben bundesweit rund 6.500 Zusteller die Arbeit niedergelegt, teilte ver.di am Nachmittag mit. Zusammen mit den bereits seit Dienstag streikenden Beschäftigten aus Briefverteilzentren seien 14.500 ver.di-Mitglieder im Ausstand.

Nach Angaben der Post beteiligten sich am Mittwoch 11.000 Beschäftigte am Streik. Die Auswirkungen für die Kunden seien aber weiterhin gering, versicherte der Konzern.

Vom Streik am Mittwoch seien besonders die Paketzustellung und die Verbundzustellung - die gemeinsame Auslieferung von Briefen und Paketen - betroffen, erklärte die Vize-Vorsitzende von ver.di, Andrea Kocsis. Die Deutsche Post teilte mit, von den Streikaktivitäten seien Briefzentren sowie die Brief- und Paketzustellung betroffen, nicht aber Paketzentren. Von den täglich 65 Millionen Briefen würden derzeit 88 Prozent den Empfänger rechtzeitig erreichen; bei den rund 4,1 Millionen Paketsendungen seien es 93 Prozent.

Die Post-Beschäftigten hatten am Montag mit einem unbefristeten Streik begonnen und zunächst in den bundesweit 83 Briefverteilzentren die Arbeit niedergelegt. Knackpunkt in dem festgefahrenen Tarifkonflikt ist vor allem die schlechtere Bezahlung bei den umstrittenen neuen Regionalgesellschaften der Post.

Die Mitarbeiter dort werden nicht nach dem Haustarifvertrag der Deutschen Post bezahlt, sondern nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche. ver.di lehnt dies strikt ab und sieht darin einen Bruch früherer Vereinbarungen. Bewegung in dem Tarifkonflikt gab es am Mittwoch nicht.

(Quelle: S24)

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