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Streit in München um Raubkunst aus Zypern

Der Streit um letzte Stücke eines Millionenschatzes aus Zypern hat am Montag erneut das Oberlandesgericht München beschäftigt. Falls es keine Vergleichslösung gibt, will das Gericht im März darüber entscheiden. Bereits 2013 war der Großteil der Raubkunst-Sammlung dem Mittelmeerland zurückgegeben worden.

Die wertvollen Funde - Fresken, Ikonen und andere Kunstgegenstände im Millionenwert - sollen aus Plünderungen während der türkischen Besetzung Zyperns stammen. 1997 waren die Kunstwerke in der Münchner Wohnung eines türkischen Händlers sichergestellt worden. Sie lagerten danach großenteils in der Asservatenkammer des Bayerischen Landeskriminalamts.

Das Auswärtige Amt hatte einer Übergabe an Zypern zunächst nicht zugestimmt, da zuvor die Eigentumsverhältnisse eindeutig geklärt werden müssten. Darüber hatte das Münchner Landgericht jahrelang verhandelt und schließlich der Republik Zypern und der Griechisch-Orthodoxen Kirche des Inselstaates den Großteil zugesprochen. Der Händler hatte dagegen Berufung eingelegt, die das OLG im März 2013 weitgehend zurückwies.

Offen war jedoch noch, was unter anderem mit einigen prähistorischen Fundstücken aus dem nördlichen Teil Zyperns geschieht. Nordzypern wurde von der Türkei zur Teilrepublik ausgerufen, aber nicht von der internationalen Staatengemeinschaft anerkannt. Die Frage ist offen, ob die Republik Zypern einen Anspruch darauf hat.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.04.2021 um 09:19 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/streit-in-muenchen-um-raubkunst-aus-zypern-46161106

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