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Sudanesische Soldaten töteten laut HRW gezielt Zivilisten

Spezialeinheiten der Regierung im Sudan haben nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten in der Region Darfur dutzende Menschen ermordet. "Die Kämpfer haben in vielen Dörfern Zivilisten gezielt und systematisch getötet, vergewaltigt und gefoltert", teilte Daniel Bekele, Afrikadirektor von Human Rights Watch (HRW), anlässlich der Präsentation eines Berichts dazu am Mittwoch in New York mit.

In Interviews hatten Bewohner der Region von Plünderungen und Massenvergewaltigungen seit Beginn des vergangenen Jahres berichtet. Die Geschehnisse zeigten, dass die bestehende UNO-Mission nicht in der Lage sei, Zivilisten in Darfur effektiv zu schützen. Die Regierung im Sudan hatte die sogenannten "Rapid Support Forces" (in etwa "Schnelle Unterstützungskräfte") 2013 eingesetzt. 

Das sudanesische Militär steht zum wiederholten Mal in der Kritik. Seit 2014 sollen Soldaten auch bei wahllosen Luftangriffen auf Rebellenstellungen in den Nuba-Bergen mehr als zwei Dutzend Kinder getötet oder verstümmelt haben.

(Quelle: S24)

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