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Südsudans Rebellen zweifeln an Friedenswillen der Regierung

Rebellenchef Machar kritisierte Vorbehalte der Regierung Salzburg24
Rebellenchef Machar kritisierte Vorbehalte der Regierung

Kaum ist der Friedensvertrag unterzeichnet, schon gibt es Unstimmigkeiten zwischen den Rebellen und der Regierung im Südsudan. Rebellenchef Riek Machar äußerte Zweifel am Friedenswillen von Präsident Salvaa Kiier, nachdem dieser ein 12-seitiges Dokument mit 16 Kritikpunkten an dem Abkommen vorgelegt hatte.

"Wir alle haben Vorbehalte, aber wir haben unsere Unterschrift nicht damit befleckt", sagte Kiirs einstiger Stellvertreter. Machar hatte das Abkommen zur Beilegung des Bürgerkriegs bereits vor eineinhalb Wochen unterzeichnet. Er sagte nun, er halte sich auch daran, "es umzusetzen". Unter dem Abkommen, das eine Machtteilung zwischen Regierung und Rebellen vorsieht, könnte Machar wieder erster Vize-Präsident werden.

Kiir hatte sich damals Bedenkzeit erbeten und unterschrieb schließlich am Mittwoch - allerdings unter Vorbehalt. So meldete er "ernsthafte Bedenken" gegen die Vereinbarung an und plädierte dafür, sie noch einmal zu überarbeiten. Wie nun aus der Liste mit den Kritikpunkten bekannt wurde, stört sich die südsudanesische Regierung vor allem am Posten des Vize-Präsidenten für die Rebellen. Dies sei eine "Belohnung für den Aufstand", hieß es in dem Dokument.

Im Dezember 2013 war ein Machtkampf zwischen Kiir und Machar eskaliert. Verschärft wurde der Konflikt dadurch, dass die Politiker unterschiedlichen Volksgruppen angehören. Seitdem wurden in dem jungen afrikanischen Staat bei Kämpfen und ethnisch motivierten Massakern zehntausende Menschen getötet.

(Quelle: S24)

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