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Schaden von 2 Mrd. Euro

Suezkanal: "Ever Given" wieder frei

Verkehr wird aufgenommen

Das auf Grund gelaufene Containerschiff "Ever Given"

Durch die Blockade des Szuzkanals sei der Lieferkette der größte Schaden entstanden. 

Das im Suezkanal auf Grund gelaufene Riesen-Containerschiff "Ever Given" ist nach offiziellen Angaben wieder frei. Der Kanalbetreiber SCA teilte am Montag weiter mit, dass der Verkehr in der für die globale Schifffahrt so wichtigen Wasserstraße wieder aufgenommen werde.

Ein Reuters-Reporter sah, wie sich das Schiff bewegte. Ein sogenannter Schiffstracker und das ägyptische Fernsehen zeigten, das sich der Frachter in der Mitte des Kanals befand.

"Ever Given" blockiert Suezkanal

Die 400 Meter lange "Ever Given" hat rund eine Woche lang den Weg für mindestens 369 wartende Schiffe versperrt und damit für Verzögerung im Welthandel und bei Lieferketten gesorgt. Den Schaden für die Wirtschaft schätzte der Logistikexperte der Wirtschaftsuniversität Wien (WU-Wien), Sebastian Kummer, am Montag auf zwischen 1,5 und zwei Milliarden Euro.

Kosten von bis zu 2 Mrd. Euro

Die Blockade im Suezkanal durch das Containerschiff "Ever Given", die nahezu eine Woche andauerte, dürfte die Wirtschaft zwischen 1,5 Mrd. und 2 Mrd. Euro gekostet haben, errechnete der Logistikexperte der Wirtschaftsuniversität Wien (WU-Wien), Sebastian Kummer. Damit dürfte die Weltwirtschaft deutlich weniger belastet werden als zuvor angenommen. Schätzungen der Allianz Versicherung waren jüngst noch von einem Schaden von bis zu 10 Mrd. Euro pro Woche ausgegangen.

evergreen Twitter/Screenshot
"Von dem Kapitän können Bund und Länder noch einiges lernen", postet Extra 3 auf Twitter.

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Nach der fast einwöchigen Blockade des Suezkanals ist das auf Grund gelaufene Containerschiff "Ever Given" zumindest teilweise wieder freigelegt. Während die Schifffahrtswelt vorsichtig aufatmet, …

"Ever Given": Größter Schaden in Lieferkette

Der größte Schaden sei in der Lieferkette entstanden, werde jedoch gemindert, wenn die Behebung der Krise nun rasch passiert, so Kummer. Er rechnet damit, dass nun alle versuchen werden, die verlorene Zeit aufzuholen. "Ich gehe davon aus, dass die Lieferketten jetzt zwar durchaus gestört sind, aber natürlich alle versuchen werden das aufzuholen. Das heißt, die Schiffe werden die letzten Seemeilen schneller fahren, man wird versuchen in den Häfen schneller umzuschlagen", so Kummer.

Abhängigkeit von globalen Zulieferer reduzieren

In Zukunft sollte die Abhängigkeit von globalen Zulieferungen reduziert und mehr Gewicht auf regionale Lieferketten gelegt werden, so Kummer. Weiters schlägt der Experte vor, dass große Containerschiffe bei Sturm mit Schleppern durch den Kanal gezogen werden könnten, um derartige Unfälle zu vermeiden.

Sorgen bereiten ihm außerdem mögliche Reaktionen des Versicherungssektors: "Im schlimmsten Fall könnte es passieren, dass die Versicherungen sagen, bei den großen Containerschiffen ist uns das Risiko einer großen Störung zu hoch und wir übernehmen für den Suezkanal keine Deckung," sagte Kummer. Das würde für Ägypten den Verlust von Einnahmen in Millionenhöhe bedeuten, sollten Schiffe wieder vermehrt den Umweg um Afrika nehmen.

Langzeitfolgen nach Blockade von Suezkanal

Nach Ansicht der Kieler IfW-Forscher wird die Blockade im Suezkanal auch nach der Freilegung des Kanals noch nachwirken, denn sie habe schon durch die Corona-Krise entstandene Engpässe im maritimen Welthandel verschärft, erklärte das Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Montag. "Schon die Coronakrise hat für Verwerfungen im maritimen Handel gesorgt und die Preise für den Container-Transport explodieren lassen", sagte IfW-Experte Vincent Stamer. Die Schiffshavarie im Suezkanal und ihre Nachwirkungen seien nun eine zusätzliche Belastung. "Das treibt tendenziell die Preise für den Seehandel nach oben, was sich früher oder später auch in den Produktpreisen niederschlagen dürfte."

(Quelle: Apa/Reuters)

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