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Bei Pause attackiert

Tiger tötet Goldschürfer in Indonesien

Raubtier "sehr groß, aber auch dünn"

Höchstens 400 Sumatra-Tiger leben in freier Wildbahn (Archivbild) Apa/Dpa

Aufgestützt auf seine mächtigen Pranken brüllt dieser Sumatra-Tiger im Frankfurter Zoo (Aufnahme vom 27.07.2006). Obwohl die Tiere aus ihrer Heimat an hohe Temperaturen gewöhnt sind, suchen sie auch im Zoo nach Abkühlung im Schatten oder gönnen sich ein Bad im Wasserbecken ihres Geheges. Foto: Boris Roessler dpa/lhe +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ein seltener Sumatra-Tiger hat in Indonesien einen Goldschürfer getötet. Der 43-Jährige habe mit mehreren Kollegen gerade eine Pause gemacht, als er von der Raubkatze attackiert worden sei, berichtete die örtliche Nachrichtenseite Tribunnews.com am Montag.

"Der Tiger war sehr groß, aber auch dünn", wurde ein Augenzeuge zitiert. "Vielleicht hat er nicht genug Nahrung gefunden." Der Vorfall ereignete sich im Distrikt Merangin im Zentrum von Sumatra.

Goldschürfer flüchten auf Bagger

Die anderen Goldschürfer überlebten nur, weil sie es schafften, auf einen mechanischen Bagger zu flüchten, hieß es. Erst Ende August hatte ein Sumatra-Tiger auf einer Palmölplantage einen 16-jährigen Jugendlichen getötet.

Nur rund 400 Sumatra-Tiger in freier Wildbahn

Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste der noch lebenden Unterarten des Tigers. Neben Wilderei hat der Verlust des natürlichen Lebensraums durch Palmölplantagen die Zahl stark dezimiert. Schätzungen zufolge gibt es nur noch höchstens 400 Exemplare in freier Wildbahn. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) werden die Tiere als vom Aussterben bedroht geführt.

(Quelle: Apa/Dpa)

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