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Türkei lässt syrische Soldaten frei

In Nordsyrien brechen neue Zeiten an

Assad sagte, künftig wolle seine Regierung wieder die Kontrolle über die Gebiete in Nordsyrien erlangen.

Der syrische Machthaber Bashar al-Assad will nach eigenen Angaben keine Feindschaft mit der Türkei. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sei aber wegen seiner Haltung zur Regierung in Damaskus ein "Feind", sagte Assad am Donnerstag in einem Interview mit dem syrischen Staatsfernsehen. Derweil ließ die Türkei am Donnerstag 18 syrische Soldaten frei, die sie vor wenigen Tagen in Nordostsyrien in Gefangenschaft genommen hatte.

Um eine Feindschaft mit der Türkei zu verhindern, würden befreundete Staaten wie Russland und der Iran eine wichtige Rolle spielen, sagte Assad. Die Türkei unterstützt syrische Rebellengruppen, die in dem Bürgerkrieg gegen Assads Truppen gekämpft haben. Anfang Oktober startete Ankara zudem eine Militäroffensive gegen Kurdenkämpfer in Nordsyrien. Die Kurden wandten sich daraufhin an die syrische Führung, die Truppen in die Region entsandte, aus der sie sich schon vor Jahren zurückgezogen hatte.

"Neue Realitäten vor Ort" in Syrien

Assad sagte, künftig wolle seine Regierung wieder die Kontrolle über die Gebiete erlangen. Es handle sich um einen "schrittweisen" Prozess, bei dem die "neuen Realitäten vor Ort" respektiert würden. Die türkisch-russischen Patrouillen in der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei, die am Freitag starten sollen, bezeichnete Assad als "vorübergehend". Erdogan hatte die Patrouillen vergangene Woche bei einem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin in Sotschi vereinbart, um die türkische Grenze gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) zu sichern.

Derweil ließ die Türkei am Donnerstag 18 syrische Soldaten frei, die sie vor wenigen Tagen in Nordostsyrien in Gefangenschaft genommen hatte. Dies sei in Abstimmung mit Russland geschehen, erklärte das türkische Verteidigungsministerium. Türkische Einheiten hatten die Syrer nahe der Grenzstadt Ras al-Ayn gefangen genommen.

(Quelle: Apa/Ag.)

Aufgerufen am 21.11.2019 um 05:27 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/syrien-assad-will-keine-feindschaft-mit-der-tuerkei-78549355

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