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Tausende Israelis erinnerten an Rabin-Mord

Tausende Israelis haben am Samstagabend in Tel Aviv demonstriert, um an den Mord am früheren Regierungschef Yitzhak Rabin zu erinnern. Rund 25.000 Menschen hätten an der Kundgebung auf dem Rabin-Platz im Stadtzentrum teilgenommen, berichtete der israelische Rundfunk am Sonntag. Ein jüdischer Fanatiker hatte Rabin dort am 4. November 1995 nach einer Friedenskundgebung erschossen.

Der Fanatiker erschoss Rabin, um territoriale Zugeständnisse an die Palästinenser zu verhindern. Die Kundgebung stand unter dem Motto "Die gemäßigte Mehrheit steht gegen Spaltung und Hetze". Eine Ansprache von Zachi Hanegbi, Minister für regionale Zusammenarbeit von der rechtsorientierten Regierungspartei Likud, ging jedoch in lauten Buhrufen unter.

Dem Mord an Rabin war rechtsextreme Hetze gegen den Regierungschef vorangegangen. Auch dem heutigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu wird vorgeworfen, damals zu dem politischen Klima beigetragen zu haben, in dem der Mord möglich wurde.

Die Oppositionspolitikern Tzipi Livni sagte, Rabin sei ermordet worden, während er sich für eine Friedensregelung einsetzte. Es könne keinen Zweifel daran geben, dass es sich damals um ein politisch motiviertes Attentat handelte.

Netanyahu schrieb bei Twitter, es sei bedauerlich, dass die Gedenkveranstaltung für Rabin in eine "politische Versammlung" verwandelt worden sei. "Jene, die die Meinungsfreiheit rühmen, versuchen jeden zum Schweigen zu bringen, der ihnen nicht zustimmt", schrieb Netanyahu, offenbar auf Israels Linke gemünzt.

(APA/dpa)

(Quelle: S24)

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