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Telefonüberwachung in Stockholms Regierungsviertel

Wenige Tage nach dem Bekanntwerden ähnlicher Anlagen in Oslo, wurden auch in Schwedens Hauptstadt Stockholm Hinweise auf eine systematische Mobiltelefonüberwachung in der Zone rund um das Regierungshauptgebäude Rosenbad gefunden. Laut der Homepage der Tageszeitung "Dagens Nyheter" gibt es im Regierungsviertel auffallend viele falsche Basisstationen (sogenannte IMSI-Catcher).

Mithilfe dieser Anlagen kann man die Datenströme von Handys und Smartphones umleiten und Mikrofone und Kameras sogar in abgeschaltetem Zustand aktivieren und so Informationen sammeln.

Die auf Initiative von "Dagens Nyheter" durchgeführten, stichprobenartigen Messungen, sind kein definitiver Beweis für eine systematische Abhörtätigkeit, beziehungsweise liefern sich auch keine Informationen über deren mögliche Betreiber. Dazu seien weitere Untersuchungen und Analysen notwendig, hieß es am Mittwoch seitens der Zeitung.

Erst vor drei Tagen hatte die norwegische Tageszeitung "Aftenposten" im Osloer Regierungsviertel ähnliche Feststellungen gemacht. Dort hat die norwegische Sicherheitspolizei PST bereits formelle Ermittlungen eingeleitet. PST vermutet, dass eine "fremde Macht" hinter dem möglichen Lauschangriff steckt. Eine Sprecherin der entsprechende schwedischen Geheimpolizei, Säpo, sagte am Mittwoch, man sei an der Sache ebenfalls bereits dran.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 13.05.2021 um 08:34 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/telefonueberwachung-in-stockholms-regierungsviertel-46203187

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