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Mindestens 20 Tote

Terroristen nach Anschlag in Somalia weiter in Hotel

Angreifer verbarrikadieren sich in Zimmer

Einen Tag nach einem Angriff der islamistischen Al-Shabaab-Miliz auf ein Hotel der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben die Sicherheitskräfte die Lage offenbar immer noch nicht unter Kontrolle.

Die Angreifer hielten sich am Samstag weiterhin in dem Hotel verschanzt, vereinzelt waren Schüsse und Explosionen zu hören. Die Zahl der zivilen Opfer stieg nach Angaben eines Vertreters der Sicherheitskräfte auf mindestens dreizehn Menschen.

Terroristen in Hotelzimmer verbarrikadiert

Die Angreifer hätten sich in einem der Hotelzimmer verbarrikadiert, sagte der Vertreter Mohamed Abdikadir der Nachrichtenagentur AFP. Die Sicherheitskräfte seien dabei, weitere "Terroristen zu neutralisieren". Nach Angaben Abdikadirs konnten Dutzende Menschen seit dem Angriff am Freitagabend aus dem Hotel in Sicherheit gebracht werden, darunter auch Kinder. Wie viele dort aber noch festsitzen, war unklar.

Al-Shabaab-Miliz bekennt sich zu Angriff

Die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz reklamierte den Angriff für sich. Die Extremisten versuchen seit Jahren, die Regierung zu stürzen.

Die Angreifer hatten das Hotel am Freitagabend gestürmt. Bei anschließenden Gefechten mit Regierungskräften wurden Augenzeugen zufolge große Teile des Gebäudes zerstört. Immer wieder seien in der Nacht Explosionen zu hören gewesen.

60 Gäste aus "Hayat"-Hotel gerettet

Mehr als 60 Gäste seien am späten Freitagabend aus dem von Terroristen belagerten "Hayat"-Hotel gerettet worden, sagte der Polizeibeamte Mohamed Dahir. Die Extremisten hatten nach Polizeiangaben zunächst vier Explosionen ausgelöst und anschließend das bei Regierungsmitarbeitern, Journalisten und Geschäftsleuten beliebte Hotel gestürmt. Außerhalb des Hotels sei es zu heftigen Schusswechseln mit Sicherheitskräften gekommen. Von dem Hotelgebäude stiegen dicke Rauchschwaden auf.

Mindestens 20 Tote bei Terrorakt in Somalia

Al-Shabaab gab an, mindestens 20 Menschen getötet zu haben. Es handelt sich um den ersten groß angelegten Terrorakt seit Somalias neugewählter Präsident Hassan Sheik Mohamud im Mai sein Amt übernahm. Das Land am Horn von Afrika mit rund 16 Millionen Einwohnern wird seit Jahren von Anschlägen der Terrorgruppe erschüttert. Al-Shabaab kontrolliert weite Teile des Südens und der Zentralregionen. Die Terrorgruppe verübt immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte, Politiker und Zivilisten.

(Quelle: APA)

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