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Tigerin fraß im Jerusalemer Zoo eigenen Nachwuchs

Sumatra-Tiger ist vom Aussterben bedroht Salzburg24
Sumatra-Tiger ist vom Aussterben bedroht

Eine Tigerin hat im Zoo von Jerusalem ihre beiden fünf Wochen alten Babys getötet und aufgefressen. Die Gründe für die Tat seien rätselhaft, sagte am Montag die leitende Tierärztin Nili Avni-Magen. Das Muttertier Chana gehört zur vom Aussterben bedrohten Unterart der Sumatra-Tiger, von denen es in Freiheit auf ihrer indonesischen Heimatinsel nur noch 400 Exemplare gibt.

Nach der Begattung durch einen Tiger, den ein deutscher Zoo auslieh, brachte Chana dreifachen Nachwuchs zur Welt. "Ein Junges verstarb kurz nach der Geburt. Aber die beiden anderen waren in bester Verfassung. Wir haben ihr Verschwinden bemerkt, als wir sie jetzt nach fünf Wochen wiegen wollten", sagte die Tierärztin. "Wir haben keinerlei Erklärung für das Verhalten der Mutter, die sich zuvor vorbildlich um ihre Sprösslinge gekümmert hat." Stress könne aller Erfahrung nach aber der Grund für die Kindstötung sein, fügte Avni-Magen hinzu.

In diesem Jahr wurden weltweit in Zoos 32 Sumatra-Tiger geboren. Der Bestand in den Tierparks erhöhte sich durch die Zuchterfolge auf 261, erklärte die Tierärztin. Im Jahr 2008 waren es noch 180.

(Quelle: S24)

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