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Tod in Kinderfilmen öfter als in Erwachsenenfilmen

"Bambi" muss sich allein durchschlagen Salzburg24
"Bambi" muss sich allein durchschlagen

In Zeichentrickfilmen für Kinder wird deutlich häufiger gestorben als in Filmen für Erwachsene. Der Tod der Hauptfigur ist in den Trickfilmen sogar mehr als doppelt so wahrscheinlich, wie eine britische Studie besagt. Beliebte Todesarten in den Trickfilmen waren Erschießen ("Bambi", "Pocahontas"), Erstechen ("Arielle", "Dornröschen") sowie Tierangriffe ("Findet Nemo").

Demnach sterben die Hauptfiguren in den bunten Kinderfilmen zweieinhalb Mal so häufig wie in Erwachsenenfilmen und werden dabei drei Mal so häufig ermordet, nicht selten auf brutale Art und Weise. "Anstatt harmlosere und sanftere Alternativen zu den typischen Horrorfilmen und Dramen darzustellen, sind Zeichentrickfilme sogar eine Brutstätte von Mord und Totschlag", schlossen die Autoren der Studie, Ian Colman und James Kirkbride.

Sie untersuchten für ihre Arbeit einige der erfolgreichsten Trickfilme aus mehreren Jahrzehnten, darunter "Schneewittchen und die sieben Zwerge" von 1937 als auch den jüngsten Disney-Hit "Die Eiskönigin" von 2013. Dabei konnten sie nicht feststellen, dass Kinderfilme seit den 1930er Jahren gewaltsamer geworden sind.

Die Autoren verglichen dafür die Darstellung von Tod in Kinderfilmen mit den beiden erfolgreichsten Erwachsenenfilmen aus dem selben Jahr, wobei sie speziell auf minderjähriges Publikum abzielende Action- und Abenteuerfilme nicht in ihre Analyse aufnahmen. So fanden sie heraus, dass die Eltern der Hauptfiguren in Filmen für Kinder fünfmal öfter sterben als in Filmen, die eher für Erwachsene gedacht sind. In zwei Dritteln aller Trickfilme sterbe eine wichtige Figur, während dies nur bei der Hälfte der Erwachsenenfilme der Fall sei.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 12.05.2021 um 02:07 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/tod-in-kinderfilmen-oefter-als-in-erwachsenenfilmen-46200751

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