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Tod statt Sicherheit: Überblick der Flüchtlingsdramen am Landweg

Die Leichen der Flüchtlinge wurde am Donnerstag in diesem Lkw entdeckt. APA/ROLAND SCHLAGER
Die Leichen der Flüchtlinge wurde am Donnerstag in diesem Lkw entdeckt.

Im Mittelmeer sind schon Tausende Flüchtlinge ums Leben gekommen. Auch auf dem Landweg nach Europa ereignen sich immer wieder Migrantentragödien. Einige Fälle:

  • August 2015: In einer Pannenbucht auf der A4 (Ostautobahn) im Nordburgenland wird in einem Lkw eine Vielzahl toter Flüchtlinge entdeckt. Die Behörden gehen von mindestens 20 bis zu 50 Leichen aus. Der Lenker ist flüchtig.
  • August 2015: Fünf Flüchtlinge werden an einer Straße bei Kirchham in Bayern angefahren und verletzt, einer von ihnen lebensgefährlich. Ein Schlepper hatte 14 Syrer an der Fahrbahn abgesetzt, ein Auto war in die Gruppe geschleudert. Laut Bundespolizei werden im Raum Passau täglich Hunderte Flüchtlinge einfach auf der Straße ausgesetzt.
  • August 2015: Mindestens zehn syrische Flüchtlinge sterben bei einem Verkehrsunfall in der nordwesttürkischen Provinz Balikesir. Der mit 40 Insassen völlig überladene Minibus war gegen eine Wand geprallt. Die Migranten waren offenbar auf dem Weg zum Küstenort Ayvalik nahe der griechischen Insel Lesbos.
  • Juli 2015: Die britische Polizei entdeckt in Folkestone die Leiche eines Teenagers, der mit einem Zug durch den Kanaltunnel von Frankreich nach Großbritannien gefahren ist. Der tote Migrant lag auf der Laderampe des Shuttlezugs. Bereits wenige Tage zuvor war ein Flüchtling auf einem Güterzug im Tunnel ums Leben gekommen.
  • April 2015: Mindestens 14 Flüchtlinge werden auf einer Bahnstrecke in Mazedonien von einem Zug überrollt und getötet. Sie gehörten zu einer Gruppe von rund 50 Migranten vor allem aus Afghanistan und Somalia, die auf dem Weg nach Mitteleuropa nachts auf den Schienen unterwegs waren.
  • August 2014: Im Hafen von Tilbury in England hören Hafenarbeiter Klopfgeräusche aus einem Frachtcontainer und alarmieren die Polizei. Die Beamten finden darin 35 vermutlich aus Indien kommende Kinder und Erwachsene. Viele der ausgemergelten Flüchtlinge sind stark dehydriert und unterkühlt. Ein Mann ist bereits tot.
  • Juli 2007: An der Autobahn nahe Venedig entdeckt die italienische Polizei drei tote Flüchtlinge in einem Kühlwagen. Die Männer stammten vermutlich aus dem Irak. Der mit Melonen beladene Laster sei aus Griechenland nach Italien gekommen und hatte Deutschland als Ziel.
  • Juni 2000: Der britische Zoll entdeckt im Fährhafen Dover in einem luftdicht versiegelten holländischen Gemüsecontainer die Leichen von 58 chinesischen Flüchtlingen. Nur zwei Chinesen überleben den von einem Holländer organisierten Transport.
  • Jänner 1993: Fünf Flüchtlinge aus Sri Lanka werden tot auf einem Parkplatz der A2 (Südautobahn) entdeckt. Ermittlungen ergaben, dass sie beim Transport erstickt und von skrupellosen Schleppern auf dem Rastplatz bei Leobersdorf (Bezirk Baden) in Niederösterreich einfach im Gebüsch abgeladen worden sind.

(APA)

(Quelle: S24)

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