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Todesfälle von Politikern im Amt

Die österreichische Fahne weht am Freitag anlässlich des Todes von Gesundheits- und Frauenministerin Sabine Oberhauser am Dach des Parlaments auf Halbmast. APA/HERBERT PFARRHOFER
Die österreichische Fahne weht am Freitag anlässlich des Todes von Gesundheits- und Frauenministerin Sabine Oberhauser am Dach des Parlaments auf Halbmast.

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) ist am Donnerstag nach einer fast zweijährigen Krebserkrankung mit 53 Jahren gestorben. Sie ist nicht die erste hochrangige Politikerin, die während ihrer Amtszeit verstarb.

Am 2. August 2014 verschied die damalige Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) im 61. Lebensjahr ebenfalls an einer Krebserkrankung. Die über die Parteigrenzen anerkannte SPÖ-Politikerin bekleidete das zweithöchste Amt im Staat von 2006 bis 2014.

Am 11. Oktober 2008 kam der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) bei einem Autounfall ums Leben. Haider war bei seinem Unfall alkoholisiert und mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs.

In der Silvesternacht 2006/2007 erlitt die damalige Innenministerin Liese Prokop (ÖVP) einen Aorta-Riss und starb während des Rettungstransports ins Krankenhaus.

Nur wenige Tage vor Ablauf seiner Amtszeit wurde 2004 Bundespräsident Thomas Klestil schwer krank und starb noch vor Übergabe der Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Heinz Fischer.

Insgesamt starben fünf von acht Bundespräsidenten im Amt. Karl Renner, erstes Staatsoberhaupt in der Zweiten Republik, zu Silvester 1950, sein Nachfolger Theodor Körner kurz vor Ende seiner ersten Amtsperiode am 4. Jänner 1957. Ebenfalls im Amt schied Adolf Schärf am 28. Februar 1965 aus dem Leben. Schärfs Nachfolger Franz Jonas verlor während seiner zweiten Amtsperiode am 24. April 1974 den Kampf gegen den Krebs.

Alfred Dallinger, langjähriger führender SPÖ-Gewerkschafter und Sozialminister unter den Bundeskanzlern Kreisky, Sinowatz und Vranitzky, verlor sein Leben am 23. Februar 1989 bei einem Flugzeugabsturz. Dallingers Maschine der "Rheintalflug" stürzte im dichten Nebel über dem Bodensee ab. Unglücksursache war "menschliches Versagen".

Gertrude Wondrack (SPÖ), Staatssekretärin im Sozialministerium, kam am 31. Juli 1971 bei einem Autounfall ums Leben. Die Sozialdemokratin aus St. Lorenzen in der Steiermark war Bundesrätin, Nationalratsabgeordnete und gehörte der ersten Regierung Kreisky an.

Karl Schleinzer, ÖVP-Bundesparteiobmann, starb am 19. Juli 1975 ebenfalls bei einem Autounfall.

Gerhard Weißenberg (SPÖ), von 1976 bis 1980 Sozialminister, erlag am 1. Oktober 1980 einem "kurzen Leiden", wie es in den offiziellen Mitteilungen heißt.

(APA)

(Quelle: S24)

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