Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

Tote auf Philippinen durch Taifun "Hagupit"

Der mächtige Taifun "Hagupit" hat auf den Philippinen zwar schwere Verwüstungen angerichtet. Aber nach ersten Angaben der Behörden sind weitaus weniger Opfer zu befürchten als durch Taifun "Haiyan" vor einem Jahr. Damals kamen mehr als 7.000 Menschen ums Leben.

Eine Frau in Catarman auf der Insel Samar ertrank nach Angaben des Katastrophenschutzes am Sonntag. Zwei Männer wurden verletzt, als ein umstürzender Baum ihr Moped traf.

Zwei weitere Opfer

Die Behörden meldeten zwei weitere Todesopfer, die aber nicht unmittelbar mit dem Taifun zu tun hatten. Darunter war ein Mädchen, das nach hohem Fieber in einem Notaufnahmelager starb. Nach einer ersten Übersicht zahlten sich die Massenevakuierungen aus.

Vorbeireitung rettete Leben

"Die Vorbereitung auf den Sturm hat eindeutig Leben gerettet", sagte der Einsatzleiter des Kinderhilfswerks World Vision, Andrew Rosauer. Mehr als 700.000 Menschen waren geflohen, teils zu Verwandten im Landesinneren, teils in Notlager. "Die Notaufnahmelager in Tacloban sind voll, und man muss sich um die sanitäre Versorgung kümmern."

 

hagupit Salzburg24
hagupit

Mädchen kommt währen Sturm zur Welt

In Lawaan auf der Insel Samar wurde mitten im Sturm in einem Notlager ein Mädchen geboren, berichtete ein Katastrophenhelfer dem Sender ABC-CBN. Die Eltern hätten das Kind Ruby genannt - so heißt der Taifun auf den Philippinen. Samar lag auch im vergangenen Jahr im Auge des Taifuns "Haiyan".

Millionen Menschen waren am Sonntag ohne Strom. Auf der Insel Samar, wo der Taifun in der Nacht auf Land traf, fielen teilweise die Mobilfunkverbindungen aus. Nach dem Durchzug des Taifuns waren zahlreiche Straßen durch entwurzelte Bäume oder umgeknickte Strommasten blockiert.

"Schlimmste scheint hinter uns zu liegen"

"Wir haben bisher keine Berichte über Todesopfer", sagte Bürgermeister Alfred Romualdez im Rundfunk. "Das Schlimmste scheint hinter uns zu liegen." Am Nachmittag tobte der Wirbelsturm vor der Insel Masbate westlich von Samar. Weil der Taifun nur langsam weiterzieht, wird die Erde durch die Regenmassen besonders durchweicht.

 

Sorge vor Überschwemmungen

"Meine größte Sorge sind Überschwemmungen, weil der Taifun sich so langsam bewegt", sagte der Gouverneur der Provinz Albay, Joey Salceda, im Fernsehen. "Es könnte am Vulkan Mayon zu Erdrutschen kommen." Dort kamen 2006 mehr als 1.200 Menschen ums Leben, nachdem sich nach heftigem Regen Erdmassen lösten und Dörfer unter sich begruben.

Hagupit zieht weiter

Hagupit bewegte sich nur langsam Richtung West-Nordwest und schwächte sich deutlich ab. Er traf am Samstagabend bei Dolores an der Ostküste der Insel Samar mit Windgeschwindigkeiten von 175 bis 210 Kilometern in der Stunde auf Land. Am Sonntagnachmittag waren es nach Angaben der Katastrophenbehörde noch 140 bis 170 Kilometer.

Die Behörden richteten ihr Augenmerk am Sonntag auf die Millionenmetropole Manila. Dort sollten die ersten Ausläufer in der Nacht auf Montag zu spüren sein.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 13.04.2021 um 01:28 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/tote-auf-philippinen-durch-taifun-hagupit-46146019

Kommentare

Mehr zum Thema