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Tote bei Luftangriff auf Flüchtlings-Konvoi im Jemen

Ein Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz auf einen Flüchtlingskonvoi im Jemen hat einem Bericht zufolge 23 Menschen getötet. Das Bombardement nahe der südlichen Stadt Aden habe am Dienstagabend versehentlich die Autos von fliehenden Familien getroffen, berichtete die Nachrichtenseite "Aden al-Ghad" am Mittwoch. Die Militärkoalition nahm zu dem Vorfall zunächst nicht Stellung.

Trotz der laufenden Friedensgespräche für den Jemen setzte die von Saudi-Arabien geführte Allianz am Mittwoch ihre Luftangriffe auf die Houthi-Rebellen fort. Getroffen wurden auch ein Armee-Stützpunkt in der Hauptstadt Sanaa sowie Houthi-Stellungen in der Wüste und der Bergprovinz Mahweet. Die Koalition fliegt seit fast drei Monaten Luftangriffe gegen die vom Iran unterstützte schiitische Miliz.

Mit der Forderung nach einer mindestens zweiwöchigen Waffenruhe hatte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon am Montag die Friedensgespräche in Genf eröffnet. Die Kriegsparteien weigerten sich bisher, am selben Tisch Platz zu nehmen.

Der Bürgerkrieg brach aus, nachdem Houthi vergangenen September die Hauptstadt Sanaa eingenommen hatten. In Genf sollen nun Vertreter der Houthi und des nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi nach einer Lösung suchen. Experten erwarten keinen Durchbruch.

Der von Saudi-Arabien unterstützte Hadi pocht auf die Umsetzung einer UNO-Resolution, nach der sich die Houthi aus den Städten zurückziehen und Hadi als Staatsoberhaupt anerkennen sollen. Die Houthi sehen aber keinen Grund, die trotz der Luftangriffe erreichten Bodengewinne wieder aufzugeben.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 21.04.2021 um 07:24 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/tote-bei-luftangriff-auf-fluechtlings-konvoi-im-jemen-47481931

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