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Toter Rekrut in Horn soll Herzprobleme gehabt haben

In Horn war im August ein junger Rekrut nach einem Marsch gestorben. Die Ermittlungen laufen. APA/GEORG HOCHMUTH
In Horn war im August ein junger Rekrut nach einem Marsch gestorben. Die Ermittlungen laufen.

Zum Tod eines Rekruten bei einem Marsch am 3. August in Niederösterreich berichtet der "Standard" in seiner Dienstag-Ausgabe und online von Herzproblemen des jungen Mannes. Der Zeitung zugespielte Unterlagen würden ein neues Licht auf den Fall werfen. Das EKG des 19-Jährigen habe mehrere Abnormitäten aufgewiesen.

Die Staatsanwaltschaft Krems ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen gegen Unbekannt. Der 19-jährige Soldat der Garde war an jenem Sommertag bei einem Fußmarsch in der Nähe der Kaserne in Horn im Waldviertel zusammengebrochen. Er starb im Krankenhaus. Todesursache war laut vorläufigem Obduktionsergebnis Überhitzung des Körpers. Bei einer Blutuntersuchung des verstorbenen Rekruten wurde außerdem ein akuter Infekt festgestellt, der zu einer Sepsis geführt hatte.

Untersuchung ergab Herzprobleme

Laut dem "Standard" zugespielten Stellungsunterlagen war der damals 17-Jährige zum Zeitpunkt seiner Musterung am 29. Jänner 2015 schwer übergewichtig: "Adipös", habe der Truppenarzt notiert. Auch das an diesem Tag angefertigte EKG habe Auffälligkeiten aufgewiesen. "Abnorme Ergebnisse von kardiovaskulären Funktionsprüfungen", sei vom Arzt aufgeschrieben worden.

Zur Einstellungsuntersuchung zweieinhalb Jahre später habe der Soldat keine eigenen Befunde mitgebracht. Aber er habe in der Zwischenzeit "rund 15 Kilo abgenommen" gehabt. Besagter Check hat laut "Standard" am 10. Juli 2017 stattgefunden, nur dreieinhalb Wochen vor dem fatalen Ausbildungsmarsch.

Bauer: "Massive Verletzung des Datenschutzes"

Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium sagte am Montagabend zur APA, dass sowohl der Untersuchungskommission des Bundesheeres als auch der Staatsanwaltschaft Krems "der gesamte Gesundheitsakt" vorliege und in die Untersuchungen einfließe. Die Weitergabe von Unterlagen bezeichnete er als "massive Verletzung des Datenschutzes". Bauer kündigte an, man werde diesbezüglich "alle möglichen rechtlichen Schritte überlegen".

(APA)

(Quelle: S24)

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