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Luftangriffe in Tripolis

EU zieht Hilfsmission ab

Kämpfe in Libyen geben international Anlass zur Sorge
Truppen von General Khalifa Haftar hatten am Montag eine Offensive auf Tripolis gestartet.

Die EU hat wegen anhaltender Luftangriffe die Mitglieder ihrer Hilfsmission aus der libyschen Hauptstadt Tripolis in Sicherheit gebracht. Etwa 20 Mitglieder der zivilen Grenzschutzmission der EU in Libyen seien am Mittwoch ins benachbarte Tunesien gebracht worden, erfuhr die Agentur AFP am Donnerstag aus EU-Kreisen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini forderte das Ende der Kämpfe.

Truppen von General Khalifa Haftar hatten am Montag eine Offensive auf Tripolis gestartet. Die Hauptstadt ist der Sitz der international anerkannten Einheitsregierung Libyens unter Premier Fayez al-Sarraj. Hafter unterstützt das international anerkannte Parlament in Tobruk unterstützt, das mit der Regierung in Tripolis verfeindet ist. Sie habe alle Konfliktparteien, insbesondere Haftar, "nachdrücklich aufgefordert, alle militärischen Operationen einzustellen und an den Verhandlungstisch unter der Schirmherrschaft der UNO zurückzukehren", erklärte Mogherini. Sie habe sowohl mit Haftar als auch dem von den Vereinten Nationen anerkannten Regierungschef Sarraj gesprochen.

Chaos seit Gaddafis Sturz

Seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in dem nordafrikanischen Land Chaos. Die Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bei den Kämpfen um die Hauptstadt Tripolis in den vergangenen sechs Tagen mindestens 56 Menschen getötet und 266 verletzt.

Bürgerkrieg droht in Libyen

Der italienische Premier Giuseppe Conte zeigte sich vor dem Parlament in Rom wegen der jüngsten Entwicklungen in Libyen besorgt. "Die jüngsten Entwicklungen in Libyen sind Ursache großer Sorge für Italien", so Conte in einer Ansprache vor der Abgeordnetenkammer am Donnerstag. Conte rief die EU und die gesamte internationale Gemeinschaft zu Initiativen zur Förderung des Friedens auf. Es sei äußerst wichtig, eine "stabile politische Lösung" zu finden, für einen Waffenstillstand und für ein sofortiges Ende des Konflikts zu arbeiten. "Man muss die Integrität Tripolis und einen Waffenstillstand im ganzen Land garantieren", plädierte der parteilose Regierungschef.

(APA)

(Quelle: Apa/Ag.)

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