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Trump könnte 18 Jahre lang Steuern vermieden haben

Trump, der Steuervermeider APA (AFP)
Trump, der Steuervermeider

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump könnte 18 Jahre lang auf legalem Weg Steuerzahlungen vermieden haben. In seiner Steuererklärung für 1995 habe Trump Verluste in Höhe von 916 Mio. geltend gemacht, berichtete die "New York Times". Diese Summe hätte ausgereicht, um 18 Jahre lang jährlich 50 Millionen Dollar zu versteuerndes Einkommen abzuziehen.

Die "New York Times" war nach eigenen Angaben über eine anonyme Quelle an die Steuererklärung des Immobilienmilliardärs gekommen. Demnach sind die Verluste von 1995 vor allem auf Trumps finanzielles Fiasko mit Casinos in der Ostküstenstadt Atlantic City und weiteren Debakeln im Hotel- und Fluggeschäft zurückzuführen. Das Thema ist für den Republikaner besonders heikel, da er sich entgegen der jahrzehntelangen Gepflogenheiten für US-Präsidentschaftskandidaten bis heute weigert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen.

https://twitter.com/nytimes/status/782402239583424512

Trump reagierte zunächst nicht persönlich auf den Bericht der "New York Times". Sein Wahlkampfteam erklärte lediglich, Trump sei ein "hochqualifizierter Geschäftsmann", der "nicht mehr Steuern zahlt als gesetzlich vorgeschrieben". Der "New York Times" warf das Team in der Erklärung vor, der "verlängerte Arme der Clinton-Kampagne" zu sein.

Clinton streicht Rekordsumme an Spenden ein

Während Trump die Vergangenheit einholt, hat seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton im September einen neuen persönlichen Monatsrekord beim Einsammeln von Wahlkampfspenden aufgestellt. Die Spenden summierten sich im Monatsverlauf auf insgesamt 154 Millionen Dollar, wie Clinton am Samstag bekannt gab.

84 Millionen Dollar der 154 Millionen Dollar seien direkt an die Wahlkampforganisation Clintons gegangen. Der Rest wurde an die Demokratische Partei gezahlt. Allein im September hätten mehr als 900.000 Menschen für ihren Wahlkampf gespendet, erklärte Clinton. Insgesamt seien es 2,6 Millionen Bürger. Damit hat sie genügend Geld zur Verfügung für den teuren Endspurt bei der Mobilisierung der Wähler bis zum 8. November.

Bereits im August hatte die Kandidatin der Demokraten eine Rekordsumme von 143 Millionen Dollar an Spenden gesammelt. Ihr republikanischer Rivale Donald Trump kam damals auf 90 Millionen Dollar. Seine Spendenbilanz für September hat er noch nicht veröffentlicht. Der umstrittene Immobilien-Milliardär hatte Anfang September angegeben, fast 60 Millionen Euro aus seiner eigenen Tasche zu seiner Wahlkampagne beigesteuert zu haben.

(APA/ag.)

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(Quelle: S24)

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