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Trump mischt sich in Venezuela ein

US-Präsident drohte Militär mit schweren Konsequenzen
Trump forderte das Militär auf, die an der Grenze bereitstehenden Hilfslieferungen ins Land zu lassen.

US-Präsident Donald Trump hat den Militärs in Venezuela mit schweren Konsequenzen gedroht, wenn sie Staatschef Nicolás Maduro weiter unterstützen. "Wenn ihr euch für diesen Weg entscheidet, werdet ihr keinen sicheren Hafen finden und keinen Ausweg. Ihr werdet alles verlieren", sagte Trump am Montag bei einer Rede in Miami an die venezolanischen Militärs gerichtet, die noch hinter Maduro stehen.

Trump forderte das Militär eindringlich auf, die an der Grenze bereitstehenden Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Das humanitäre Desaster müsse ein Ende haben, mahnte er. An die Adresse der Unterstützer des Maduro-Regimes sagte der US-Präsident: "Beendet diesen Alptraum von Armut, Hunger und Tod." Trump betonte, die USA "wollen einen friedlichen Machtwechsel, aber alle Optionen sind offen." Die US-Regierung schließt seit Wochen explizit nicht aus, im Zweifel auch militärisch in Venezuela einzugreifen, falls Maduro nicht freiwillig abtreten sollte.

Maduro erwartet Hilfe aus Russland

Maduro kündigte unterdessen an, 300 Tonnen Hilfsgüter aus Russland zu erwarten. Die humanitäre Hilfslieferung mit Medikamenten werde am Mittwoch ankommen, sagte der Linksnationalist bei einem im Fernsehen übertragenen Auftritt. Seine Regierung habe die Lieferung "mit Würde bezahlt", die Güter würden "legal" ins Land kommen. Dann fügte er hinzu, die Hilfsgüter stammten von Russland, China, der Türkei, anderen Ländern und der UNO.

US-Hilfe wird abgelehnt

Zugleich bezeichnete Maduro die geplanten US-Hilfslieferungen auf Bitten des selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó erneut als "Show" und "Bauernfängerei". Der Staatschef weigert sich kategorisch, US-Hilfen ins Land zu lassen. Er sieht sie als Vorwand, um den Boden für eine US-geführte Militärintervention zu bereiten.

Venezuela leidet unter einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise, es fehlt an Lebensmitteln und Medikamenten. Im Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó haben sich inzwischen rund 50 Länder - darunter die USA und viele EU-Staaten - hinter den oppositionellen Parlamentspräsidenten gestellt und erkennen ihn als Übergangspräsidenten an. Russland und weitere Staaten halten dagegen weiter zu Staatschef Maduro.

(APA)

(Quelle: Apa/Dpa)

Aufgerufen am 20.07.2019 um 09:30 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/trump-mischt-sich-in-venezuela-ein-65967574

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