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In Berlin behandlet

Nawalny: Trump sieht keine Beweise für Vergiftung

US-Präsident betont gute Beziehung zu Putin

Trump hat eine auffallend gute Beziehung zu Putin
"Ich weiß nicht genau, was passiert ist", sagte der US-Präsident.

US-Präsident Donald Trump sieht die Angaben der deutschen Bundesregierung zum Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny bisher nicht als erwiesen an. "Wir haben noch keine Beweise bekommen, aber ich werde mir das anschauen", sagte Trump am Freitag. Er hielt sich mit Kritik an Moskau zurück und betonte stattdessen, er habe eine gute Beziehung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Zuvor hatte Deutschland seine NATO-Verbündeten, darunter die USA, darüber informiert, dass Nawalny einem Nervengift der Nowitschok-Gruppe ausgesetzt war, bevor er ins Koma fiel. Die NATO verurteilte die Vergiftung Nawalnys als schweren Völkerrechtsbruch und verlangt von Russland die Zustimmung zu internationalen Ermittlungen.

Trump: "Ich weiß nicht genau, was passiert ist"

"Ich weiß nicht genau, was passiert ist", sagte der US-Präsident. "Ich denke, es ist tragisch, es ist schrecklich, es hätte nicht passieren sollen." Die deutsche Bundesregierung hatte am Mittwoch erklärt, Nawalny sei "zweifelsfrei" mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der sogenannten Nowitschok-Gruppe vergiftet worden. "Ich wäre sehr verärgert, wenn das der Fall ist", sagte Trump. Russland bestreitet, in die Vergiftung des 44 Jahre alten Politikers verwickelt zu sein.

Nawalny zur Behandlung in Berlin

Nawalny war am 22. August mit Vergiftungserscheinungen aus Russland nach Berlin geflogen worden, wo er seither in der Klinik Charité behandelt wird. Die Ärzte in dem sibirischen Krankenhaus, in dem Nawalny anfangs behandelt worden war, fanden nach eigenen Angaben sowie nach Angaben des Kremls kein Gift im Körper des bekannten Kritikers des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

EU diskutiert Sanktionen gegen Russland

Derzeit wird auf EU-Ebene über mögliche Sanktionen gegen Russland wegen des Giftanschlags diskutiert. Bei einer Sondersitzung der NATO forderte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag eine "unparteiische" Untersuchung des Falles. Die 30 NATO-Mitglieder hätten den "entsetzlichen Mordanschlag" auf den Kreml-Kritier "auf das Schärfste verurteilt", teilte Stoltenberg mit. Der Einsatz von Nervenkampfstoffen sei "eine eklatante Verletzung des internationalen Rechts" und erfordere "eine internationale Antwort".

(Quelle: Apa/Ag.)

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