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In Heimatstaaten

Türkei weist 1.200 IS-Mitglieder aus

Österreich "nicht betroffen"

Innenminister Soylu macht mit Ankündigung ernst APA/AFP (Archiv)
Der türkische Innenminister Soylu macht mit seiner Ankündigung ernst.

Die Türkei hat offenbar damit begonnen, gefangene ausländische Anhänger der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) wieder in ihre Heimatländer zurückzuschicken. Wie viele Jihadisten rückgeführt werden, ist nicht bekannt. Innenminister Süleyman Soylu hatte zuletzt von 1.200 inhaftierten IS-Anhängern gesprochen. Österreich ist laut Außenminister Alexander Schallenberg "nicht betroffen".

"Die Lager, wo österreichische Staatsbürger sich derzeit aufhalten, sind nicht teil des Operationsgebiets der Türken", so Schallenberg. "Ich glaube wir sollen uns auch nicht erpressen lassen", hielt der Außenminister grundsätzlich fest. "Solche türkischen Drohungen im Zusammenhang mit einer Militäraktion die wir schon per se ablehnen, und für falsch halten, sind glaube ich nicht der richtige Weg."

IS, Türkei APA

Hahn: "Haben gewisse Verantwortung"

Österreichische EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik, Johannes Hahn, sagte zu dieser Thematik, dass diese diskutiert werden müsse. "Man muss auch sehen, wie es dazu gekommen ist. Durch diese militärische Aktion der Türkei sind die IS-Kämpfer befreit worden. Und jetzt soll sich Europa mit diesem Thema herumschlagen. Aber natürlich haben wir da auch eine gewisse Verantwortung was Frauen und Kinder anbelangt."

Es müsse "absolut verhindert werden, dass diese Barbaren wieder auf freien Fuß kommen", sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. Das müsse koordiniert werden. Es handle sich um ein Sicherheitsproblem für die Türkei, die Kurden und ganz Europa.

(Quelle: Apa/Ag.)

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