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Türkei zitierte deutschen EU-Diplomaten ins Außenamt

Medienberichte über heftige Kritik Habers Salzburg24
Medienberichte über heftige Kritik Habers

Im Streit um den Flüchtlingspakt zwischen der Türkei und der EU verschärfen sich offenbar die Spannungen: Der deutsche Chef der EU-Delegation in der Türkei, Hansjörg Haber, wurde am Mittwochabend ins Außenministerium in Ankara zitiert, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

Dies sei eine Reaktion auf türkische Medienberichte über heftige Kritik Habers am Verhalten Ankaras während der Verhandlungen über das Flüchtlingsabkommen. Im Außenamt sei Haber gesagt worden, dass seine Bemerkungen "Empörung" ausgelöst hätten und ausdrücklich von der türkischen Regierung verurteilt würden.

Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu soll Haber bei einem Treffen mit Journalisten in der vergangenen Woche über die Flüchtlingsverhandlungen in etwa gesagt haben: "Wir haben ein Sprichwort: Wie ein Türke starten und wie ein Deutscher enden. Aber hier ist es andersherum." Diese Äußerung wurde von der EU-Delegation in Ankara nicht bestätigt.

Ankara und die EU streiten derzeit vor allem über die im Flüchtlingsdeal vereinbarte Visa-Freiheit für türkische Bürger. Diese hatte die EU eigentlich ab Juli zugesagt - wenn die Türkei bis dahin 72 zuvor festgelegte Bedingungen erfüllt. Derzeit ist unklar, ob Ankara diese Bedingungen erfüllt. Vor allem über die von der EU geforderte Reform des türkischen Anti-Terror-Gesetzes wird gestritten. Die türkische Regierung hat mehrfach gedroht, den Flüchtlingspakt aufzukündigen, sollte Brüssel keine Visafreiheit gewähren.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.09.2021 um 09:54 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/tuerkei-zitierte-deutschen-eu-diplomaten-ins-aussenamt-52140004

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