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Über 200 Einsprüche gegen Heta-Schuldenmoratorium

Gläubiger wollen Geld sehen Salzburg24
Gläubiger wollen Geld sehen

Die Finanzmarktaufsicht hat für die Heta, Abbaueinheit der früheren Kärntner Hypo, ein Schuldenmoratorium verhängt. Dagegen habe es von Betroffenen in der Frist bis 1. Juni über 200 Einsprüche gegeben, sagten die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller zu den "Oberösterreichischen Nachrichten". Die FMA werde nun einen zweiten Bescheid ausstellen, der möglicherweise Veränderungen bringt.

"Es haben vor allem institutionelle Investoren wie Versicherungen und Banken Beschwerde eingereicht, aber auch Privatpersonen, die 10.000 Euro in Anleihen der ehemaligen Hypo investiert haben", so Kumpfmüller. Und Ettl wies darauf hin, dass Betroffene Einspruch erheben müssten, um ihre Rechte zu wahren.

Die beiden FMA-Vorstände stellten auch klar, dass jene Volksbanken, die nicht am neuen Volksbanken-Verbund teilnehmen wollen, vor großen Problemen stehen. "Es wurde uns nicht offengelegt, wie sie ohne Zugehörigkeit zum Volksbanken-Verbund weitermachen wollen. Es gibt kein klares Konzept. Das macht uns Sorgen", sagte Kumpfmüller. Und Ettl wies darauf hin, dass die Funktionen des Spitzeninstituts nicht von einem Tag auf den anderen übernommen werden könnten. Diese an eine andere Bank auszulagern funktioniere auch nicht, "weil gewisse Kernfunktionen im Haus sein müssen".

Die rebellischen Institute seien auch deshalb so kapitalstark, weil sie vom Spitzeninstitut ÖVAG jahrzehntelang mit günstigen Preisen für die Dienstleistungen massiv subventioniert worden seien, sagten die FMA-Vorstände.

(Quelle: S24)

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