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Russische Angriffe

Großteil Kiews weiter ohne Strom und Wasser

Russland soll als Terror-Staat verurteilt werden

Die Stromversorgung in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach russischen Raketenangriffen weiterhin großteils unterbrochen. 70 Prozent der Haushalte seien noch ohne Strom. Probleme gibt es auch bei der Wasserversorgung.

Am Morgen nach den schweren russischen Raketenangriffen konnte die Strom- und Wasserversorgung in Kiew erst teilweise wieder hergestellt werden. "70 Prozent der Hauptstadt sind bisher ohne Elektrizität", teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Donnerstag auf seinem Telegram-Kanal mit. Immerhin sei es gelungen, die Stadtteile am linken Flussufer des Dnipro wieder mit Wasser zu versorgen.

Meldungsliste(1)(6).jpg APA/AFP/Sergei SUPINSKY
Nach den neuerlichen russischen Angriffen ist die Region Kiew nun gänzlich ohne Strom.

Region Kiew nach russischen Angriffen ohne Strom

Nach erneuten russischen Angriffen ist die Region Kiew ohne Strom, in der Hauptstadt gibt es kein Wasser mehr. Außerdem wurden mindestens drei Menschen getötet.

Russland greift erneut Energiesektor an

Die kommunalen Dienste arbeiteten mit Hochdruck an der Behebung der Schäden, doch die Stromversorgung Kiews hänge auch von der Stabilität des gesamten Energiesystems in der Ukraine ab. Das russische Militär hatte am Mittwoch nach Angaben Kiews etwa 70 Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgeschossen. Ziele waren wie bei den vorangegangenen Angriffen vornehmlich Objekte des Energiesektors. Nach Abschaltung der ukrainischen Kernkraftwerke infolge der Attacke kam es landesweit zu Stromausfällen. In Kiew waren laut Bürgermeister Vitali Klitschko 80 Prozent der Haushalte ohne Strom und Wasser. Nach Angaben des Innenministeriums wurden zehn Menschen durch den Beschuss getötet.

EU-Parlament, Straßburg, SB APA/AFP/FREDERICK FLORIN
(ARCHIVBILD)

EU-Parlament: Russland ist Terror-Unterstützter

Russland gilt für das EU-Parlament nun als staatlicher Unterstützer von Terrorismus. Künftig soll die EU eine Terrorliste für solche Staaten führen und diese strenger bestrafen.

Selenskyj: Russland als Terror-Staat bezeichnen

Vor dem UNO-Sicherheitsrat hatte Selenskyj eine weitere Verurteilung Moskaus gefordert. Russland müsse deutlich als terroristischer Staat bezeichnet werden, sagte Selenskyj am Mittwoch per Video von dem Gremium in New York. Das Treffen des Rates war zuvor nach einer Forderung von Selenskyj kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt worden. Die Angriffe auf die kritische Infrastruktur, die zu weitreichenden Stromausfällen geführt hätten, seien "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte Selenskyj. Er forderte mehr Unterstützung bei der Luftabwehr und bat darum, dass Expertenteams der Vereinten Nationen die Schäden untersuchten.

Angriffe auf Infrastruktur verurteilt

Zuvor hatte die UNO-Beauftragte für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, die Angriffe auf die kritische Infrastruktur scharf verurteilt. Solche Angriffe seien nach internationalem Menschenrechtsgesetzen untersagt und bei Verstößen dagegen müssten die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die russischen Angriffe auf die ukrainische Strom- und Wasserversorgung als Kriegsverbrechen, die Konsequenzen haben müssten. "Jeder Schlag gegen zivile Infrastruktur stellt ein Kriegsverbrechen dar und darf nicht ungestraft bleiben", sagte Macron am Mittwochabend.

(Quelle: APA)

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