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Beitrittsbestrebungen

Selenskyj sieht Ukraine schon als Teil Europas

Land "Teil des europäischen Werte-Raums"

Bald wird über den EU-Beitrittskandidatenstatus der Ukraine entschieden. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat jetzt bekräftigt, dass das Land seiner Meinung nach schon zu Europa gehört.

Das von Russland attackierte Land beweise jeden Tag, dass es schon Teil eines vereinten europäischen Werte-Raums sei, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht auf Dienstag. Russland sei sehr nervös wegen der Bestrebungen der Ukraine, der EU beizutreten.

Empfehlung gilt als sicher
European Union flags fly outside the European Commission building in Brussel on June 16, 2022. (Photo by Kenzo TRIBOUILLARD / AFP)

Brüssel sieht Ukraine und Moldau in der EU

Die EU-Kommission empfiehlt den offiziellen Beitrittskandidatenstatus für die Ukraine und Moldau. Georgien soll dagegen nur eine "europäische Perspektive" von der EU versichert erhalten.

EU-Länder entscheiden Beitritts-Kandidaten-Status

Gegen den Beschuss und "brutale" Angriffe im Osten und Süden der Ukraine könne man nur auf dem Schlachtfeld vorgehen, betonte Selenskyj. Die EU-Kommission hatte am Freitag empfohlen, die Ukraine und Moldau zu Kandidaten für den Beitritt zur Europäischen Union zu ernennen. Die Entscheidung darüber müssen nun die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder bei ihrem Gipfel ab Donnerstag treffen.

 

Russland aus Europarat ausgeschlossen

Selenskyj dankte dem ukrainischen Parlament, das am Montag die Istanbul-Konvention ratifiziert hatte - ein Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. "Ich bin allen Volksabgeordneten dankbar, die unsere europäische Integration unterstützt haben", so Selenskyj. Russland und die Ukraine waren ursprünglich beide Mitglieder des Europarats. Am 25. Februar wurde Russlands Mitgliedschaft infolge der Invasion in die Ukraine zunächst suspendiert. Nachdem der Kreml am 15. März den Austritt der Russischen Föderation erklärt hatte, wurde das Land endgültig aus dem Europarat ausgeschlossen.

Selenskyj will auf Leid der Ukrainer aufmerksam machen

Bei der Verteidigung gegen die russischen Invasoren geht es laut Selenskyj auch darum, auf das Leid der Ukrainer aufmerksam zu machen und so internationale Hilfe zu mobilisieren. Doch je länger der Krieg dauere, desto schwieriger werde es, "um die Aufmerksamkeit von Hunderten Millionen Menschen in verschiedenen Ländern zu konkurrieren", fuhr Selenskyj fort. "Aber ich werde alles tun, damit die Aufmerksamkeit für die Ukraine nicht nachlässt."

Treffen mit US-Filmstar Ben Stiller 

Indes gab es prominenten Besuch in der Ukraine. US-Filmstar Ben Stiller (56) hat das Land als Sonderbotschafter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR besucht und Präsident Selenskyj getroffen. "Ukrainer spüren die Unterstützung der ganzen Welt, vieler bekannter Menschen. Und Ben Stillers Besuch bestätigt das noch einmal", schrieb Selenskyj am Montagabend auf Instagram. Dazu postete er ein Video, das das Treffen der beiden zeigt.

(Quelle: APA)

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