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Ukraine-Krieg, Woche 18

Truppen ziehen sich aus Sjewjerodonezk zurück

Stellungen im Osten zu halten "sinnlos"

Ukrainische Truppen ziehen sich aus Sjewjerodonezk zurück
Ukrainian troop ride a tank on a road of the eastern Ukrainian region of Donbas on June 21, 2022, as Ukraine says Russian shelling has caused "catastrophic destruction" in the eastern industrial city of Lysychansk, which lies just across a river from Severodonetsk where Russian and Ukrainian troops have been locked in battle for weeks. - Regional governor Sergiy Gaiday says that non-stop shelling of Lysychansk on June 20 destroyed 10 residential blocks and a police station, killing at least one person. (Photo by Anatolii Stepanov / AFP)

Die Ukraine zieht ihre Truppen aus der seit Wochen umkämpften Stadt Sjewjerodonezk im Osten des Landes zurück. "Es ist sinnlos, in Stellungen zu bleiben, die über viele Monate hinweg zertrümmert wurden, nur um dort zu bleiben", sagt der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj.

Die ukrainischen Truppen müssen daher aus Sjewjerodonezk abgezogen werden. Die Zahl der Toten würde nur stark steigen, die Stadt sei zum größten Teil von den russischen Streitkräften besetzt. "Unsere Verteidiger, die dort sind, haben bereits den Befehl erhalten, sich in neue Positionen zurückzuziehen und von dort aus normale, vollwertige Militäroperationen durchzuführen", erklärte Hajdaj. Er führte aber nicht aus, ob die Truppen dies auch schon getan haben oder wo genau sie Stellung beziehen sollen.

Sjewjerodonezk fast völlig zerstört

Den Angaben des Gouverneurs zufolge sind in Sjewjerodonezk mittlerweile bis zu 90 Prozent der Häuser zerstört. Die Stadt zählte zu den letzten Teilen von Luhansk, die noch nicht vollständig von russischen und prorussischen Kämpfern erobert waren. In der nahe gelegenen Stadt Lyssytschansk rückten russische Soldaten am Donnerstag ebenfalls bis an den Stadtrand vor. Die Eroberung des Gebiets Luhansk - ebenso wie die des angrenzenden Gebiets Donezk - zählt offenbar zu Russlands Hauptzielen.

Leidet russische Luftwaffe an Personalmangel?

Die russische Luftwaffe dürfte nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten unterdessen unter Personalmangel leiden. Das legten Äußerungen eines kürzlich in Gefangenschaft geratenen russischen Kampfflugzeug-Piloten nahe, der angab, im Dienst der Söldnertruppe Wagner zu stehen. "Der Einsatz von bereits ausgeschiedenem Personal bei der engen Luftunterstützung, das nun bei Wagner unter Vertrag steht, zeigt, dass die russische Luftwaffe wahrscheinlich Schwierigkeiten hat, die Invasion in die Ukraine mit ausreichender Flugzeugbesatzung zu unterstützen", hieß es in der Mitteilung.

(Quelle: APA)

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