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Uni-Budget: Rektoren sehen weiter offene Fragen

uniko-Päsident Schmidinger ist mit Budget zufrieden Salzburg24
uniko-Päsident Schmidinger ist mit Budget zufrieden

Die Universitätenkonferenz (uniko) sieht nach wie vor offene Fragen beim Uni-Budget der Jahre 2016 bis 2018. Die von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) herausverhandelten zusätzlichen 615 Mio. Euro seien "respektabel und anerkennenswert", so uniko-Präsident Heinrich Schmidinger bei einer Pressekonferenz am Montag. Wofür die Zusatzmittel verwendet werden müssen, sei aber noch unklar.

"Das ist wirklich eine Aufstockung und zusätzliches frisches Geld, keine Auflösung von Rücklagen oder eine Umbuchung", meinte Schmidinger. Nach wie vor sei aber offen, wie dieses Geld verwendet werden muss. "Die 615 Mio. Euro sind ja nicht ungemascherlt, sondern werden nach verschiedenen Kriterien vergeben." Bei der Vergabe hofft er auf eine Einbindung der Unis.

Bei der heutigen Plenarversammlung der Rektoren an der Universität für Bodenkultur (Boku) hätten leitende Ministeriumsbeamte das künftige Budget präsentiert, so Schmidinger. Wichtige Fragen blieben dabei aber unbeantwortet: So habe man etwa auf die Frage, ob die Zusatzmittel auch für die Abdeckung der durch die neuen Ärzte-Arbeitszeitregelungen entstehenden Mehrkosten an den Medizin-Unis verwendet werden müssen, keine klare Antwort bekommen.

"Wir gehen davon aus, dass wir das nicht tragen müssen", so Schmidinger. "Das würde unser Budget gewaltig belasten, das könnten dreistellige Millionenbeträge sein." Das Budget sei ja für Forschung und Lehre gewidmet: "Und bei den Kosten für die längere Ärztearbeitszeit in Spitälern geht es ja nicht um Forschung und Lehre."

Gleiches gilt für die von Mitterlehner angekündigten 100 zusätzlichen Professuren: Diese Zahl an Zusatzstellen sei bereits in der laufenden Leistungsvereinbarungsperiode geschaffen worden. Mit den zusätzlichen Mitteln könnten diese verlängert werden, aber nicht noch einmal 100 draufgepackt werden.

"Gern aufgenommen" würde die vom Ministerium erwartete Effizienzsteigerung der Hochschulen, meinte Schmidinger. Diese habe man ohnehin schon in den vergangenen Jahren aufgrund der enorm steigenden Studentenzahlen sowie steigender Drittmittelumsätze geschafft, meinte Boku-Rektor Martin Gerzabek: In den letzten zehn Jahren hätten die Unis mit der gleichen Anzahl an Verwaltungspersonal ein Anwachsen der Studentenzahlen um 42 Prozent bewältigt und im gleichen Zeitraum die Studiendauer um drei Semester verkürzt.

(Quelle: S24)

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