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UniCredit fiebert Sitzung entgegen - Führungswechsel möglich

CEO Federico Ghizzoni könnte bald beerbt werden Salzburg24
CEO Federico Ghizzoni könnte bald beerbt werden

Die Bank-Austria-Mutter UniCredit fiebert der am Dienstag geplanten Board-Sitzung entgegen, bei der über einen möglichen Chefwechsel an der Spitze der Bank beraten werden soll. Medienberichten zufolge soll eine Beratungsgesellschaft mit der Suche nach einem Nachfolger für CEO Federico Ghizzoni beauftragt werden.

Die Gesellschaften Egon Zhender, Spencer Stuart, Russel Reynolds oder Korn Ferry sind laut Medienberichten im Rennen um den Auftrag, eine neue Spitze für die UniCredit zu finden. Als mögliche Nachfolger des seit 2010 amtierenden Ghizzoni sind angeblich Marco Morelli, Vizepräsident der Bank of America-Merrill Lynch für Europa und Nahost, der Chef des börsennotierten Versicherers Unipol, Carlo Cimbri, sowie der Franzose Jean Pierre Mustier, ehemaliger Chef der Corporate&Investment-Banking-Abteilung der UniCredit im Rennen. Auch der Name des Verwaltungsratspräsidenten der Banca Imi, Gaetano Micciche, wird genannt.

Ghizzonis Nachfolger wird nach Angaben italienischer Medien schon vor dem Sommer den Verkauf einiger Beteiligungen beschließen. Kreisen zufolge könnte sich die Bank-Austria-Mutter auch von Anteilen am Online-Wertpapierhändler FinecoBank sowie an dem türkischen Institut Yapi Kredi und der polnischen Bank Pekao trennen. Eine Kapitalaufstockung im Wert von 5 bis 7 Mrd. Euro zur Stärkung der Kapitaldecke wird bei UniCredit nicht ausgeschlossen.

Die Ungewissheit über den Chefwechsel drückten die UniCredit-Aktie am Montagvormittag. Diese sank zu Beginn der Verhandlungen um 2,13 Prozent gegenüber dem Wert von Freitag.

Ghizzoni lässt sich indes über die Gerüchte über seinen baldigen Abgang nicht beeinflussen. Am Montag weihte er in Madrid einen neuen Sitz der UniCedit ein. An der Einweihungszeremonie an der Börse in Madrid beteiligte sich angeblich auch Spaniens König Felipe IV.

Ghizzoni lässt sich von Gerüchten über seinen baldigen Abgang nicht beeindrucken. Es gebe keine Spannungen die Situation sei auch nicht dramatisch. "Sonst wäre ich nicht hier", sagte er bei der Einweihung. Gerüchte, wonach er bereits diese Woche das Handtuch werfen könnte, bestätigte er nicht. Er werde weiter mit dem Board zusammenarbeiten, solange er mit dessen Vertrauen rechnen könne, sagte er.

(Quelle: S24)

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