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UNO-Sicherheitsrat thematisiert IS-Gewalt gegen Schwule

Der UNO-Sicherheitsrat in New York hat sich erstmals mit Gewalttaten der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gegen Homosexuelle befasst. Bei einem informellen Treffen schilderten Betroffene aus dem Irak und Syrien, wie sie wegen ihrer sexuellen Orientierung gejagt werden. "Im IS-Gebiet werden Schwule die ganze Zeit gejagt und getötet", berichtete Subhi Nahas, der aus Syrien fliehen konnte.

In seiner Heimatstadt Idlib würden Schwule von Hausdächern gestoßen und von Bewohnern gesteinigt, sagte Nahas. Die Leiterin der Internationalen Kommission für die Rechte von Schwulen und Lesben, Jessica Stern, sagte, die Extremisten hätten sich zur Enthauptung von mindestens 30 Menschen wegen "Unzucht" bekannt.

Adnan, ein Iraker, der per Telefon zugeschaltet war, berichtete von brutalen Übergriffen der irakischen Sicherheitskräfte, bevor der IS die Kontrolle in seiner Heimatregion übernahm. Die Jihadisten gingen noch professioneller vor: Sie lokalisierten die Homosexuellen gezielt und "jagen jeden einzelnen".

US-Botschafterin Samantha Power lobte das Treffen des Sicherheitsrats als "historisch". 70 Jahre nach Gründung des Gremiums sei es höchste Zeit, dass das Schicksal von Homo- und Transsexuellen ins Rampenlicht rücke, "die rund um die Welt um ihr Leben fürchten".

Das Treffen stand allen UNO-Staaten offen, die nicht-ständigen Sicherheitsratsmitglieder Angola und Tschad schickten aber keine Vertreter in die Runde. Nahas nutzte die Gelegenheit, um die Regierungen zum Schutz von sexuellen Minderheiten aufzurufen - auch in der arabischen Krisenregion.

(Quelle: S24)

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