Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

Unwetter wüten im Osten Österreichs

Schwere Überschwemmungen gab es in Niederösterreich. APA/EINSATZDOKU.AT
Schwere Überschwemmungen gab es in Niederösterreich.

Nicht nur in Salzburg, auch in anderen Teilen Österreichs gab es am Dienstag starke Gewitter. Besonders in Niederösterreich und im Burgenland haben die Unwetter für Überflutungen,  und Verklausungen gesorgt. In südlichen Niederösterreich mussten Menschen aus dem hüfthohen Wasser gerettet werden.

Das Unwetter im Bezirk Neunkirchen brachte Starkregen, Sturm und Hagel mit sich, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando. Zu den besonders stark betroffenen Gemeinden zählten auch Feistritz am Wechsel, Kirchberg am Wechsel, Gloggnitz sowie Puchberg am Schneeberg. Die Zahl der eingesetzten Feuerwehren stieg auf vorerst 67. Der Bezirksführungsstab war seit 14.30 Uhr im Einsatz. Um überflutete und vermurte Straßen frei zu räumen, wurden auch die Straßenmeistereien des Bezirkes alarmiert. Aufzuarbeiten waren zudem Schadstellen wie Überflutungen von Gebäuden und Verklausungen von Bächen.

Brücke weggerissen

In der Gemeinde Enzenreith wurde eine Brücke über den Syhrnbach weggerissen. Mehrere Bundes- und Landesstraßen mussten gesperrt werden. Vermehrte Unwettereinsätze gab es im Laufe des Nachmittags auch im Bezirk Wiener Neustadt.

Überflutete Keller und Straßen im Mittelburgenland

Ein Gewitter hat am Dienstagnachmittag im Bezirk Oberpullendorf für überflutete Keller und Straßen gesorgt. Laut Landessicherheitszentrale Burgenland waren die Feuerwehren in den Gemeinden Kobersdorf, Weppersdorf, Neckenmarkt und Deutschkreutz mit Auspumparbeiten sowie mit dem Freimachen von Verkehrswegen beschäftigt. Im Bezirk Güssing war St. Michael betroffen.

Aus Deutschkreutz sei zudem Hagel gemeldet worden, zu möglichen Schäden gebe es jedoch keine Informationen, teilte eine Sprecherin mit. Zurzeit sei die Lage stabil, es werde aber noch mit weiteren Unwettern gerechnet.

Weltuntergangsstimmung im südlichen Niederösterreich

Im Wechselgebiet, im Feistritztal und in der Buckligen Welt habe teils Weltuntergangsstimmung geherrscht, teilte Feuerwehrsprecher Franz Resperger mit. Er berichtete auch von Menschenrettungen aus bis zu hüfthoch überfluteten Häusern. 600 Mann von etwa 50 Feuerwehren standen am Dienstagnachmittag im südlichen Niederösterreich im Einsatz.

Gerettet werden mussten dem Sprecher zufolge vor allem gehbehinderte Menschen. Gemeinden, die vom Unwetter besonders stark getroffen wurden, waren u.a. Otterthal, Raach am Hochgebirge und Warth. Die Feuerwehren brachten Hunderte Sandsäcke in die betroffenen Ortschaften.

Kleine Bäche seien zu reißenden Flüssen geworden, sagte Resperger. In einer Mure sei ein Rettungswagen mit einem Notfallpatienten stecken geblieben. Die Helfer mussten das Fahrzeug befreien. Die Aufräumarbeiten in den vom Unwetter getroffenen Gemeinden werden laut dem Feuerwehrsprecher jedenfalls bis Mittwoch dauern.

Feuerwehreinsätze nach Starkregen im Kleinwalsertal

Nach Starkregen im Kleinwalsertal in Vorarlberg hat die Feuerwehr am Dienstagnachmittag fünf Einsätze verzeichnet. Nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) liefen einige Keller voll, auch ein Bach trat über die Ufer. Wegen der Gefahr eines möglichen Hangrutsches wurde ein Erkundungsflug mit dem Helikopter durchgeführt.

Gegen 15.00 Uhr "blieb über dem Kleinwalsertal eine Gewitterwolke hängen", beschrieb die RFL auf APA-Anfrage das Geschehen. Laut Angaben der Polizei gegenüber dem ORF Vorarlberg wurde in Riezlern auch Teile der Kleinwalsertalstraße überschwemmt.

Ob der unter Augenschein genommene Hang tatsächlich abzurutschen drohte, stand vorerst nicht fest. Aus Sicherheitsgründen wurde aber eine Fahrbahn gesperrt, auf die Geröll niedergehen könnte.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 10.04.2021 um 10:10 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/unwetter-wueten-im-osten-oesterreichs-58459180

Kommentare

Mehr zum Thema