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Ursache des Erdbebens in Nordkorea wohl natürlich

Das Erdbeben in Nordkorea am Samstag hatte nach Einschätzung von Atomtestbeobachtern der UNO vermutlich eine natürliche Ursache. "Die beiden seismischen Aktivitäten waren wahrscheinlich nicht menschengemacht", teilte der Vorsitzende der in Wien ansässigen Vorbereitenden Kommission zur Bildung der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen, Lassina Zerbo, mit.

Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen, fügte er hinzu. Die Erdstöße am Samstag hatten Befürchtungen über einen erneuten Atomtest Nordkoreas geweckt. Die chinesische Erdbebenwarte hatte erklärt, die Erschütterungen seien möglicherweise von einer Explosion verursacht worden.

Unterschiedliche Annahmen über Ursache des Bebens

Anders hatte das südkoreanische meteorologische Institut die Lage eingeschätzt und erklärt, das Beben dürfte ersten Einschätzungen zufolge eine natürliche Ursache haben. Das Zentrum des Bebens sei in der nördlichen Provinz Nord-Hamgyong gelegen. Die Stärke gab Südkorea mit 3,0 an. Auch nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wird auch in Japan davon ausgegangen, dass es sich um ein natürliches Beben handeln dürfte.

Atomtests lösten in Nordkorea Erschütterungen aus

In der Vergangenheit hatten Beben in Nordkorea auf nukleare Tests hingedeutet. Nordkorea hatte erst am Freitag mit dem Test einer Wasserstoffbombe gedroht. Damit reagierte es auf erneute Verbalattacken von US-Präsident Donald Trump in einer Rede vor der UNO-Vollversammlung. Nordkorea hat in der Vergangenheit ungeachtet internationaler Sanktionen wiederholt Atomtests ausgeführt und Raketen getestet. Die sechs bisherigen Atomtests Nordkoreas wurden alle auf dem Gelände Punggye-ri in der Provinz Nord-Hamgyong durchgeführt.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte unterdessen angesichts zunehmend scharfer Töne im Konflikt um Atomtests Nordkoreas erneut eine diplomatische Lösung ein. "Jede Art von militärischer Lösung würde in ein großes Unglück führen", sagte Merkel am Samstag bei einem CDU-Wahlkampftermin in Berlin. Sie bekräftigte das Angebot zu einem Engagement Deutschlands für eine friedliche Lösung.

(APA/dpa/ag.)

(Quelle: S24)

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