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USA fordert von Türkei und Kurden Konzentration auf Feind IS

Türkische Soldaten in Syrien im Einsatz Salzburg24
Türkische Soldaten in Syrien im Einsatz

Washington hat die Türkei und die syrischen Kurden dazu gedrängt, sich auf den gemeinsamen Feind "Islamischer Staat" (IS) zu konzentrieren statt sich gegenseitig zu bekämpfen. Verteidigungsminister Ashton Carter sagte am Montag in Washington, das sei die "Basis" der Kooperation der USA mit beiden Konfliktparteien.

Sie dürften sich nicht "gegenseitig bekämpfen", sondern müssten ihren Einsatz auf die Jihadistenmiliz konzentrieren. Wenn die türkischen Streitkräfte "bleiben wo sie sind", nämlich nahe der eigenen Grenze, und sich die syrischen Kurdenmilizen in das Gebiet östlich des Euphrats zurückzögen, könne ein Konflikt vermieden werden, sagte Carter. Die USA unterstützen Ankara sowie die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) im Kampf gegen den IS.

Türkei attackiert weiter YPG-Kämpfer

Nach Angaben zweier US-Verteidigungsvertreter zogen sich die von den USA unterstützten Kurdeneinheiten in Nordsyrien wie von der Türkei verlangt hinter den Fluss Euphrat zurück. "Alle YPG-Kämpfer sind östlich des Euphrats", sagte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums am Montag. Er räumte ein, dass sich möglicherweise noch einige kurdische Kämpfer westlich des Flusses befanden, doch gehörten diese nicht den YPG an.

Carter äußerte sich zurückhaltender dazu und sagte in Washington lediglich, die syrischen Kurden hätten "getan", was sie versprochen hätten. Die Türkei erklärte unterdessen, an ihren Angriffen auf die YPG-Kämpfer festzuhalten, solange sie sich nicht vollständig an das Ostufer des Euphrats zurückgezogen hätten. Ankara war zuvor von Washington aufgefordert worden, die Offensive auf die Kurden zu beenden. Die Türkei geht im Grenzgebiet sowohl gegen den IS als auch gegen kurdische Einheiten vor.

Obama trifft Erdogan

US-Präsident Barack Obama will sich am Sonntag am Rande des G-20-Gipfels in China mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan treffen. Es ist dann das erste Mal seit dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei Mitte Juli, dass die beiden Präsidenten aufeinander treffen. Ankara macht den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen dafür verantwortlich und fordert dessen Auslieferung.

(APA)

(Quelle: S24)

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