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Rivalität mit China

USA suchen Schulterschluss in Indopazifik-Region

Biden empfängt Regierungschefs aus Japan, Indien und Australien

20210924_PD10634.HR.jpg AFP/JIM WATSON
US-Präsident Joe Biden empfing die Regierungschefs aus Japan, Indien und Australien im Weißen Haus.

Angesichts der wachsenden Rivalität mit China suchen die USA den Schulterschluss mit drei weiteren Anrainern der Indopazifik-Region. US-Präsident Joe Biden empfing dazu am Freitag (Ortszeit) die Regierungschefs aus Japan, Indien und Australien zu einem Gipfeltreffen im Weißen Haus.

Ohne China namentlich zu erwähnen, bekannten sich die vier Staaten der sogenannten Quad-Gruppe zu einem "freien und offenen" Indopazifik-Raum.

Morrison: "Glauben an Weltordnung, die Freiheit fördert"

"Wir liberalen Demokratien glauben an eine Weltordnung, die Freiheit fördert, und wir glauben an einen freien und offenen Indopazifik, weil wir wissen, dass so eine starke, stabile und erfolgreiche Region entsteht", sagte der australische Premierminister Scott Morrison.

Suga sieht "gemeinsame Vision"

Auch der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga verwies auf die "gemeinsame Vision" der vier Bündnispartner von einem "freien und offenen Indopazifik". Indiens Premierminister Narendra Modi hob die "gemeinsamen demokratischen Werte" der vier Länder hervor.

Quad-Format als informelle Allianz

Das Quad-Format war bereits vor mehr als zehn Jahren als informelle Allianz gegründet worden, um ein Gegengewicht zum Machtanspruch Chinas im Indopazifik-Raum zu erzeugen. Biden und die anderen Gipfel-Teilnehmer nahmen bei dem Treffen indirekt immer wieder Bezug auf die Volksrepublik.

Sorge um Chinas selbstbewusstes Auftreten

Suga äußerte etwa die "große Besorgnis" seines Landes über Pekings selbstbewusstes Auftreten im Indopazifik, die Missachtung des Sonderstatus von Hongkong und die Masseninhaftierungen von Uiguren.

Die offiziellen Themen der Beratungen waren die Corona-Impfkampagnen, der Klimaschutz, der Ausbau regionaler Infrastruktur und sichere Lieferketten für Halbleiter.

Indien liefert Corona-Impfstoff an Indopazifik-Region

Indien erklärte, die Indopazifik-Region bis zum Ende des Monats durch den Export von acht Millionen Impfstoff-Dosen des Herstellers Johnson & Johnson zu unterstützen. "Dies ist eine unmittelbare Lieferung aus dem Quad in die Indopazifik-Region", sagte der indische Außenminister Harsh Vardhan Shringla. Neu Delhi hatte vor mehreren Monaten alle Exporte von Impfstoffen gestoppt, um den eigenen Bedarf im Land zu decken.

Mit Blick auf den bevorstehenden Klimagipfel in Glasgow im November kündigten die vier Staats- und Regierungschefs an, "ehrgeizige" Zusagen beim Klimaschutz zu machen, etwa bei der Senkung der Emissionen im Schiffsverkehr.

USA gründen Allianz mit Großbritannien und Australien

Das Treffen am Freitag war das erste persönliche Gipfeltreffen der vier Quad-Staaten. Nachdem Ex-US-Präsident Donald Trump die Initiative wiederbelebt hatte, hatte im März unter Biden ein erstes Video-Gipfeltreffen stattgefunden. Erst kürzlich hatten die USA angesichts der chinesischen Vormachtstellung im Indopazifik ein weiteres Bündnis geschlossen. Zusammen mit Großbritannien und Australien gründeten sie die Allianz AUKUS.

(Quelle: Apa/Afp)

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