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Verdächtiger nach Angriff auf US-Polizeizentrale erschossen

Wilde Schießerei in Dallas Salzburg24
Wilde Schießerei in Dallas

Nach einer spektakulären Attacke auf das Polizeihauptquartier in Dallas im US-Bundesstaat Texas ist am Samstag der Angreifer von der Polizei erschossen worden. Er hatte mit einem gepanzerten Kleintransporter auf dem Polizeigelände mehrere Streifenwagen gerammt, dann feuerte er aus dem Fahrzeug heraus Schüsse ab. Das Motiv des Mannes war zunächst unklar, die Polizei schloss einen Terrorakt aus.

Polizeichef David Brown sagte vor Reportern, alle Polizisten hätten den Angriff unbeschadet überlebt. Dies sei ein großes Glück gewesen, denn offensichtlich habe der Mann töten wollen. Demnach hatte er mehrere Sprengsätze versteckt und derart heftig um sich geschossen, dass die Polizei und Augenzeugen zunächst von mehreren Angreifern ausgingen.

Schon auf dem Gelände des Hauptquartiers habe die Polizei das Feuer erwidert, berichtete Brown. Dann habe es eine Verfolgungsjagd gegeben, die in einem Vorort damit endete, dass das Auto des Täters von der Polizei umstellt wurde. Dort gab es einen erneuten Schusswechsel. Schließlich hätten Scharfschützen "durch die Windschutzscheibe" auf den Angreifer geschossen und ihn "getroffen", sagte Brown.

Es dauerte jedoch mehrere Stunden, bis der Tod des Angreifers bestätigt werden konnte. Zunächst mussten Experten prüfen, ob er tatsächlich wie angedroht seinen Kleintransporter mit Sprengfallen präpariert hatte.

Im Polizeigebäude wurden nach der Attacke Rohrbomben entdeckt. Eine von ihnen explodierte, als ein ferngesteuerter Roboter sie entfernen wollte. Das Gelände wurde geräumt. Auf Bildern, die die Polizei veröffentlichte, waren Schäden an Autos und Fensterscheiben sowie Einschusslöcher zu sehen.

Zwischendurch versuchten die Beamten, mit dem Angreifer zu verhandeln, wie Brown berichtete. Demnach erzählte der Mann, ihm sei sein Kind weggenommen worden. Der Angreifer habe damit gedroht, "uns alle in die Luft zu sprengen", dann habe er die Verbindung gekappt, sagte Brown.

Der Angreifer gab seinen Namen als James Boulware an, doch wollte sich Brown zunächst nicht zu seiner Identität äußern. Nach Informationen des US-Senders ABC handelt es sich bei Boulware um einen 35-jährigen Mann, der im Mai 2013 wegen häuslicher Gewalt angeklagt worden war. Sein mutmaßlicher Vater Jimmy Lee Boulware sagte dem Sender CBS, James sei wegen eines Streits mit den Behörden um das Sorgerecht seines Sohns sehr niedergeschlagen gewesen, zudem habe er aufgrund seines Vorstrafenregisters keinen anständigen Job mehr gefunden.

Die Polizei ging nicht von einem Terrorakt aus. Die Polizei arbeite eng mit dem FBI zusammen und es gebe bisher keine Hinweise auf einen Terrorhintergrund, sagte der Polizeichef von Dallas. Er vermute eher Hass auf die Polizei als Motiv.

(Quelle: S24)

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