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Verunglückter Kanu-Trainer rettet nach Tod vier Menschenleben

Henze während seiner Aktiven Karriere im Jahr 2005. AFP PHOTO / TORSTEN BLACKWOOD/Archiv
Henze während seiner Aktiven Karriere im Jahr 2005.

Nach dem tragischen Tod des deutschen Kanu-Trainers Stefan Henze bei den Olympischen Spielen in Rio trägt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Trauerflor. Für vier Menschen wurde Henze nun nach seinem Tod zum Lebensretter.

Der Unfallstod des Trainers hat insbesondere unter den deutschen Sportlern große Bestürzung ausgelöst. An die Fahnen im Deutschen Haus in Rio wurde schwarzes Band als Zeichen der Trauer genknüpft. Aus technischen Gründen konnten sie nicht, wie zuerst geplant, auf halbmast gesetzt werden. Das gab der DOSB am Dienstag auf seiner Pressekonferenz bekannt. Der 35-Jährige war am Montag an den Folgen eines Verkehrsunfalls in Rio seinen schweren Verletzungen erlegen.

Familie von Henze genehmigt Organspende

Nach seinem Tod rettete er vier Menschen das Leben, wie eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde von Rio de Janerio bestätigte. Vier seiner Organe konnten demnach erfolgreich an schwerkranke Patienten transplantiert werden, neben dem Herz auch die Leber und beide Nieren. "Die Familie des Deutschen hat eine Geste enormer Großzügigkeit gezeigt", zitierte die brasilianische Tageszeitung "O Globo" den Chefchirurgen des Instituto Nacional de Cardiologia, Alexandre Siciliano. Die Angehörigen hatten am Sterbebett Stefan Henzes die Organentnahme genehmigt.

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