Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

Vier Männer nach Tod von Flüchtlingskind angeklagt

Begräbnis des dreijährigen Ailan Kurdi in Kobane Salzburg24
Begräbnis des dreijährigen Ailan Kurdi in Kobane

Die türkischen Behörden haben Medienberichten zufolge vier mutmaßliche Schlepper angeklagt und inhaftiert, die für den Tod des im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingsjungen Ailan Kurdi verantwortlich sein sollen. Die vier Syrer im Alter zwischen 30 und 41 Jahren wurden von einem Gericht im Ferienort Bodrum wegen fahrlässiger Tötung und Menschenschmuggels angeklagt, berichtete die Zeitung "Hürriyet".

Der dreijährige Ailan, sein fünfjähriges Bruder Galip und ihre 27-jährige Mutter Rihana waren im Mittelmeer ertrunken, als die syrische Familie aus der Türkei in das EU-Land Griechenland flüchten wollte.

Ein Foto von Ailans Leiche, die am Mittwoch mit dem Gesicht im Sand an einem Strand bei Bodrum gefunden wurde, löste weltweit Bestürzung aus. Bei dem Unglück waren insgesamt zwölf Menschen ums Leben gekommen.

Am Freitag wurden Ailan, Galip und ihre Mutter in der syrischen Stadt Kobane beerdigt. Der Vater Abdullah Kurdi, der das Bootsunglück überlebt hatte, nahm an der Beerdigung teil und will in Kobane bleiben.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 13.04.2021 um 10:23 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/vier-maenner-nach-tod-von-fluechtlingskind-angeklagt-48311920

Kommentare

Mehr zum Thema