Jetzt Live
Startseite Welt
Floriani seit Tagen im Einsatz

Waldbrände wüten weiter in Italien, Frankreich und Kreta

Häuser in der Toskana evakuiert

Heftige Waldbrände sorgen in zahlreichen europäischen Ländern derzeit für Alarmbereitschaft. In der italienischen Toskana musste am Montagabend in der Gemeinde Massarosa Häuser aufgrund der drohenden Flammen evakuiert werden.

Die glühende Hitze hatte verheerende Waldbrände vor allem in Frankreich, Portugal und Spanien, aber auch in Italien und auf Kreta ausgelöst. Sicherheitskräfte sind dort seit Tagen im Einsatz, Hunderte Menschen starben an den Folgen der Hitze und Tausende Menschen mussten angesichts nahender Feuersbrünste vorsorglich ihre Häuser verlassen.

Die italienische Feuerwehr hat wegen eines großen Waldbrandes in der Toskana Bewohner in Sicherheit gebracht. Das Feuer brach am Montagabend in der Gemeinde Massarosa nördlich von Pisa aus. Nach Angaben des toskanischen Zivilschutzes hätten die Nacht über Winde aus Nordosten die Flammen weiter angetrieben, sodass sie auch Wohnhäuser bedrohten. Aus denen wurden rund 30 Menschen evakuiert.

Italienische Floriani bekämpfen Waldbrand

Die italienischen Behörden sperrten zwischenzeitlich immer wieder eine Verkehrsbrücke, die Lucca und Viareggio verbindet. Drei Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge unterstützen die zwölf Feuerwehreinheiten am Boden.

symb_Trockenheit, symb_hitze, symb_heiß, symb_Dürre pixabay
(SYMBOLBILD)

Dürre bedroht Hälfte der EU

Hitze und Trockenheit schreiten weiter voran: Rund die Hälfte des Gebiets der Europäischen Union (EU) ist nach Expertenangaben derzeit von Dürre bedroht. Deshalb wird in Europa der Rückgang der …

Seit Wochen sorgen anhaltende Dürre in Italien und Wind immer wieder dafür, dass sich Brände schnell ausbreiten. Experten gehen davon aus, dass Phasen von Trockenheit intensiver und länger werden - eine Folge des Klimawandels in dem beliebten Urlaubsland mit fast 60 Millionen Einwohnern. Von Norden bis Süden und auf den Inseln Sardinien und Sizilien brechen derzeit immer wieder Wald- und Buschfeuer aus. Mitunter stecken fahrlässiges Verhalten oder Brandstiftung dahinter.

Schwere Brände auf Kreta

Schwere Brände südlich der Hafenstadt Rethymno auf Kreta zerstörten große Flächen landwirtschaftlich genutzter Gebiete, sagte am Dienstag der Bürgermeister der Region, Giannis Tatarakis, dem griechischen Nachrichtensender "Real FM". Bisher seien mehr als 1.850 Hektar verbrannt. "Es handelt sich hauptsächlich um Olivenbäume. Viele Menschen haben gar kein Einkommen mehr", sagte der Bürgermeister.

Die Feuerwehr dämmte das Feuer mit Löschhubschraubern, Löschflugzeugen und Hunderten Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern ein. Es war am Freitag ausgebrochen, berichtete der staatliche Rundfunk. Die Brandgefahr bleibt wegen der Trockenheit und starker Winde im gesamten Süden Griechenlands sehr hoch, warnte der Zivilschutz am Dienstag.

Flammen breiten sich in Frankreich aus

Die Waldbrände an der französischen Atlantikküste haben sich weiter ausgebreitet. Innerhalb einer Woche verbrannten südlich von Bordeaux 19.300 Hektar Land, wie die Präfektur für die Gironde am Dienstag mitteilte. Am Dienstag blieb die Lage ungünstig. Heftige Winde hatten es den Einsatzkräften immer wieder erschwert, die Brände auf trockenen Böden im Zaum zu halten. Gefordert waren Einsatzkräfte u.a. auch in der Toskana in Italien und auf der griechischen Ferieninsel Kreta.

Die Nacht auf Dienstag war nach Angaben der Präfektur sehr schwierig. Ein Altersheim bei Teste-de-Buch wurde geräumt. Seit Beginn der schweren Waldbrände bei Teste-de-Buch und Landiras vor einer Woche mussten mehr als 34.000 Menschen vorsichtshalber ihre Bleibe verlassen. Auch ein Zoo in der Gegend wurde teilweise geräumt und etwa 370 Tiere in einem anderen Zoo untergebracht. Bei dem Feuer bei Landiras vermuten Ermittler inzwischen Brandstiftung. Wie die Staatsanwaltschaft Bordeaux mitteilte, kam ein Mann in Polizeigewahrsam.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 18.08.2022 um 11:59 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/waldbraende-setzen-italien-frankreich-und-kreta-weiter-zu-124463644

Kommentare

Mehr zum Thema