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WHO spricht sich für Drogen-Entkriminalisierung aus

Ist die weltweite Drogen-Legalisierung nur noch eine Frage der Zeit? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich versteckt in ihrer jüngsten Publikation zur Bekämpfung der Immunkrankheit HIV für die Entkriminalisierung jeglichen Drogenkonsums ausgesprochen.

"Das könnte die Ouvertüre für den von den Vereinten Nationen für 2016 angekündigte Änderung der drogenpolitischen Linie sein, die demzufolge klar auf eine Entkriminalisierung von Konsumenten bisher illegaler Substanzen hindeutet", kommentierte Hanf-Institutsobmann Toni Straka am Mittwoch den Bericht.

Alternative zur Bestrafung

Zwar geht es in dem WHO-Bericht vor allem um injizierende Drogenkonsumenten, Cannabis wird aber explizit nicht ausgeschlossen. Länder sollten verstärkt auf die Behandlung, Information und Rehabilitation setzen, als Alternative zur Verurteilung und Bestrafung.

Derzeit geben viele Länder hohe Summen dafür aus, die Rückfallquoten bleiben aber hoch. Es gibt keinerlei Beweise, dass der derzeitige Ansatz effizient und kosteneffektiv wäre, heißt es in dem Bericht.

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