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Wiener Eislaufverein: Stadt genehmigt Hochhaus-Projekt nicht

Siegerprojekt von Architekt Isay Weinfeld wird nicht umgesetzt Salzburg24
Siegerprojekt von Architekt Isay Weinfeld wird nicht umgesetzt

Die Stadt Wien stoppt die umstrittenen Umgestaltungspläne für das Areal beim Wiener Eislaufverein bzw. dem Hotel Intercontinental. Für das Vorhaben des Investors Michael Tojner (Wertinvest) wird es keine Flächenwidmung geben. Das hat Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Freitag im Gespräch mit Journalisten verkündet.

Grundlage für die Entscheidung seien die fachliche Beurteilungen durch Dienststellen des Magistrats sowie des Fachbeirats für Architektur und Stadtgestaltung gewesen, hieß es. Die Höhe des geplanten Hochhauses, die mit 73 Metern veranschlagt war, sowie negative Auswirkungen des Stadtbildes sorgten demnach bei den Experten für Bedenken. Wie es mit dem Projekt nun weitergeht, ist offen. Vassilakou plädierte für eine "Nachdenkpause".

Der Projektbetreiber Wertinvest Hotelbetriebs GmbH kann derzeit laut eigenen Angaben noch nicht abschätzen, was die nunmehrige Entscheidung konkret für die Projektentwicklung bedeutet. "Wir werden selbstverständlich nachdenken - so wie wir dies seit Planungsbeginn 2012 im intensiven Dialog mit allen tun", versprach Geschäftsführerin Daniela Enzi in einer der APA übermittelten Stellungnahme.

Man erwarte jedoch Vorgaben von Vassilakou, "worüber und in welcher Richtung wir nachdenken sollen". Die Vizebürgermeisterin lobte am Freitag jedenfalls die Rolle des Betreibers. Dieser habe ausgezeichnet kooperiert und sei hochprofessionell vorgegangen. Im Rathaus hofft man nun auf neue Pläne für das auch als Heumarkt-Areal firmierende Grätzel.

Maßgeblich für die abschlägige Entscheidung waren laut Vassilakou nicht nur die Höhe des Wohnturms, sondern auch die Proportionen der Objekte, die Breite der Wege sowie das Hereinragen der Eisfläche in den Straßenraum. Aus einigen Blickwinkeln betrachtet seien zudem negative Auswirkungen auf das Stadtbild zu erwarten, verwies die Grün-Politikerin auf einen Befund, der im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung erstellten erstellt wurde. Und: Sie erinnerte daran, dass noch keine finale Zustimmung des Wiener Eislaufvereins vorliege.

Das Projekt des brasilianischen Architekten Isay Weinfeld ist in der ursprünglichen Form somit Geschichte. Eine Neugestaltung der in die Jahre gekommenen Fläche sei aber sehr wohl nötig, befand Vassilakou. Denn das Areal sei momentan wenig attraktiv. "Und die Stadt bekennt sich auch zum Hotel- und Kongressstandort Wien", versicherte sie.

Nun müsse also eine "tragfähige Lösung" für das "hochsensible Areal" erarbeitet werden. Für die künftige Gestaltung bedürfe es einer "breiten fachlichen Grundlage", die derzeit nicht gegeben sei.

Dass auch die UNESCO zuletzt Bedenken geäußert hat, war laut Vassilakou kein unmittelbares Motiv für die Entscheidung. "Ich halte wenig davon, Diskussionen um das Weltkulturerbe anhand eines einzelnen Projektes zu führen", stellte sie klar. Wobei sie hinzufügte, dass es ihr ein großes Anliegen sei, die historische Bausubstanz der Stadt zu schützen.

(Quelle: S24)

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