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Zahl der Todesopfer nach Anschlag in Syrien auf 26 gestiegen

Nach einem Autobombenanschlag im Süden Syriens, bei dem auch ein geistlicher Würdenträger der Drusen getötet wurde, ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben von Aktivisten auf 26 gestiegen. 50 weitere Menschen seien am Freitag in der Stadt Sweida verletzt worden, teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

In der Stadt südlich von Damaskus waren den Angaben zufolge kurz nacheinander zwei Autobomben hochgegangen. Die zweite Bombe explodierte in der Nähe eines Krankenhauses, in das Verletzte des ersten Attentats gebracht wurden.

Die Beobachtungsstelle und die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana hatten zuvor übereinstimmend von acht Toten und 22 Verletzten berichtet.

Unter den Todesopfern war nach Angaben der Beobachtungsstelle auch der drusische Geistliche Scheich Wahid al-Balus, der in Syrien für seine Kritik an Staatschef Bashar al-Assad, aber auch an den Islamisten bekannt ist. Die ethno-religiöse Gemeinschaft der Drusen spaltete sich Anfang des 11. Jahrhunderts vom schiitischen Islam ab. Heute leben in Syrien etwa 700.000 Drusen.

Die Beobachtungsstelle steht den bewaffneten Rebellen gegen Assad nahe. Sie stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Informationen meist nur schwer zu überprüfen.

(Quelle: S24)

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