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Zahl der Toten bei Bootsunglück vor Malaysia stieg auf 50

Gefährliche Auswanderung über das Meer Salzburg24
Gefährliche Auswanderung über das Meer

Drei Tage nach dem Untergang eines Bootes mit indonesischen Migranten vor der Küste Malaysias ist die Zahl der Toten auf mindestens 50 gestiegen. Malaysische Rettungskräfte hätten die Leichen von weiteren 35 Indonesiern geborgen, teilte ein Behördenvertreter am Sonntag mit. "Wir rechnen damit, in den kommenden Tagen weitere zu finden", sagte Mohamad Aliyas Hamdan.

Nach seinen Angaben wurde zudem ein weiterer Überlebender gefunden. Damit stieg die Zahl der Geretteten auf 20. Aliyas zufolge soll der Sucheinsatz noch drei Tage lang fortgesetzt werden.

Das überfüllte Holzboot war Donnerstagfrüh in rauer See 16 Kilometer vor der Westküste Malaysias gesunken. Die Behörden gehen aufgrund von Berichten Überlebender davon aus, dass sich bis zu 80 Menschen an Bord befanden. Die Migranten wollten von Malaysia nach Indonesien zurückkehren.

Malaysia ist die drittgrößte Wirtschaftsnation in Südostasien. In dem Land arbeiten schätzungsweise zwei Millionen Einwanderer ohne gültige Papiere, die meisten von ihnen stammen aus Indonesien. Bootsunglücke sind nicht selten, da tausende Menschen regelmäßig die gefährliche Überfahrt über das Meer wagen, um in Malaysia schlecht bezahlte Jobs anzunehmen. Um einer Entdeckung durch die Behörden zu entgehen, wagen Indonesier die Überfahrt zudem häufig im Dunkeln.

(Quelle: S24)

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