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Zahlreiche Unfälle an Pfingsten: Gefährlichstes Wochenende im Jahr

Das Pfingstwochenende gilt verkehrstechnisch als eines der gefährlichsten Wochenenden im Jahr. APA/ZEITUNGSFOTO.AT
Das Pfingstwochenende gilt verkehrstechnisch als eines der gefährlichsten Wochenenden im Jahr.

Das Pfingstwochenende soll eines der gefährlichsten Wochenenden des Jahres werden - zumindest aus verkehrstechnischer Sicht. Im Vorjahr starben laut Statistik des Innenministeriums neun Menschen. Die Polizei kündigte an, die Verkehrsüberwachung zu verstärken und gezielt Schwerpunkte auf Motorradstrecken zu setzen. Gegen Raser, Drängler, Alkohol- und Drogenlenker soll konsequent eingeschritten werden.

Alle verfügbaren Polizisten werden am Pfingstwochenende schwerpunktmäßig in allen Bundesländern im Verkehrsdienst eingesetzt. Überwacht werden neben den Hauptverkehrs- und Transitrouten auch unfallträchtige Strecken, beliebte Ausflugsstrecken, der Freizeitverkehr auch im untergeordneten Straßennetz sowie Orte, in denen Feste und anderen Veranstaltungen stattfinden. Der ÖAMTC begrüßte in einer Aussendung die Präsenz der Polizei. Sie würde sowohl Aufmerksamkeit als auch das korrekte Verhalten der Verkehrsteilnehmer verstärken. Auch der VCÖ stimmte dem zu. "Die Devise lautet: Gleiten statt rasen, 'Don't drink and drive' und 'Don't phone and drive'", forderte VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Pfingstwochenende: Polizei verstärkt im Einsatz

Die Beamten werden mit 2.500 Einsatzfahrzeugen, 350 Motorräder und 100 Zivilstreifenfahrzeugen mit Videonachfahreinrichtung unterwegs sein. Kontrolliert wird mit 233 Radargeräten (stationäre und mobile), zwölf Section-Control-Anlagen (sieben stationär, fünf mobil), 1.247 Lasergeschwindigkeitsmessgeräten und elf Abstandsmess-Systemen. Dazu setzt die Polizei noch 1.385 Alkomaten und 1.429 Alko-Vortestgeräte sowie 75 Mopedprüfstände ein. Außerdem verfügt die Exekutive über 40 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen ("Ampelradar").

Bilanz vom Vorjahr: 359 Verletzte, neun Tote

Im vergangenen Jahr wurden am Pfingstwochenende von Freitag bis einschließlich Pfingstmontag bei 290 Verkehrsunfällen 359 Menschen verletzt und neun getötet. Im Jahr 2014 waren es 13, im Jahr 2013 vier und im Jahr 2012 sechs Tote. 2013 gab es mit vier Verkehrstoten die geringste Zahl seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres im Jahr 1967. Zum Vergleich dazu starben am Pfingstwochenende in den bisher schlimmsten Jahren 45 Menschen (1979) und 44 Personen (1984).

Im Vorjahr wurden zu Pfingsten 62.024 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung der höchst zulässigen Geschwindigkeit beanstandet. 342 Fahrzeuglenker wurden wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt und 190 Lenkern wurde der Führerschein oder Mopedausweis vorläufig abgenommen.

Appell an Fahrzeuglenker

Die Polizei appelliert in Bezug auf Geschwindigkeits- und Alkohollimits an die Eigenverantwortung der Lenker. Zudem sei es wichtig, nicht über die eigenen Verhältnisse zu fahren, Sicherheitsabstände einzuhalten und beim Überholen kein Risiko einzugehen.

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