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Zahlungen an Familien toter Feuerwehrleute von Tianjin

Feuer löste Explosionen aus, diese richteten riesige Schäden an Salzburg24
Feuer löste Explosionen aus, diese richteten riesige Schäden an

Nach der Explosionskatastrophe in der chinesischen Hafenstadt Tianjin erhalten die Angehörigen der getöteten Feuerwehrleute eine ungewöhnlich hohe Entschädigung. Wie die Zeitung "Pekinger Nachrichten" am späten Mittwochabend berichtete, sollen jeder Familie 2,3 Millionen Yuan (320.000 Euro) ausgezahlt werden, 930.000 Yuan davon als Entschädigung für erlittenen "Märtyrertod".

Bereits ohne die Zusatzzahlung entspricht die Entschädigung dem 30-fachen durchschnittlichen Jahresgehalt eines Städters. Bei ähnlichen Unfällen üblich ist das 20-fache Gehalt.

Beobachter sehen in der außergewöhnlich hohen Zahlung einen Versuch der Behörden, Kritiker der mangelhaften Ausbildung der Feuerwehr zu besänftigen. Es wird vermutet, dass die nach dem Ausbruch des ersten Feuers zu dem Gefahrengutlager gerufenen Brandbekämpfer einen verheerenden Irrtum begingen, als sie den Brand mit Wasser löschen wollten. Auf dem Gelände lagerte den Berichten zufolge auch Calciumcarbid, das zusammen mit Wasser zu dem leicht entflammbaren Gas Ethin wird. Dies würde die erste große Explosion erklären.

Die Feuerwehr in China besteht zu einem großen Teil aus ungelernten Hilfskräften vom Land, die schon nach kurzem Training eingesetzt werden. Bei der Katastrophe vor rund einem Monat in Tianjin starben nach neuen Angaben vom Donnerstag 164 Menschen, darunter 97 Feuerwehrleute. Neun Menschen gelten weiter als vermisst.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.04.2021 um 01:21 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/zahlungen-an-familien-toter-feuerwehrleute-von-tianjin-48383728

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