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Zug gegen Linienbus: Crash in Graz fordert Tote und zehn Verletzte

Die Unfallstelle in Graz. APA/ERWIN SCHERIAU
Die Unfallstelle in Graz.

Eine Kollision zwischen einer S-Bahn der GKB und einem Linienbus der Graz Linien hat am Dienstag in der Früh ein Todesopfer und zehn teils schwer verletzte Personen gefordert, wie Polizei und Rotes Kreuz mitteilten. Erst war von elf Verletzten die Rede gewesen. Das Unglück geschah gegen 8.00 Uhr auf einem unbeschrankten Bahnübergang im Stadtbezirk Wetzelsdorf.

Bei der Frau, die durch die Kollision zwischen einem Grazer Linienbus und einem Zug der Graz-Köflacher-Bahn (GKB) ums Leben kam, handelt es sich um die 34-jährige Buslenkerin. Das Rote Kreuz hat außerdem sieben schwer und drei leicht verletzte Insassen des Busses versorgt, sagte ein Sprecher zur APA. Drei Patienten wurden in das LKH Graz, vier in das UKH Graz und drei ins Krankenhaus nach Wagna gefahren oder mit den zwei Hubschraubern geflogen.

Hotline für Betroffene und Zeugen in Graz

Eine Hotline mit psychologisch geschulten Mitarbeitern wurde für Gespräche eingerichtet. Betroffene und auch Zeugen können sich unter der Nummer 14844 melden. Eine Vorwahl ist nicht nötig, sagte Rot-Kreuz-Sprecher Lukas Kundigraber. Bis Mittag gab es bereits mehrere Anrufer.

Offenbar unverletzt gebliebene Fahrgäste hatten direkt nach dem Unfall und noch vor Eintreffen der Polizei die Örtlichkeit verlassen. Dienstagmittag ersuchte die Exekutive diese Passagiere, sich bei einer Dienststelle oder der Verkehrsinspektion zu melden.

Großeinsatz bei Unglück in Graz

Laut Lukas Kundigraber vom Roten Kreuz waren alle Unglücksopfer Passagiere des Busses. Im Zug wurde demnach niemand verletzt. Dieser war laut GKB mit rund 70 Personen besetzt. Nach der Kollision mit dem Linienbus sprangen alle Achsen der Garnitur aus den Gleisen. In einer Aussendung teilte die GKB mit, dass eine Überprüfung ergeben habe, dass die Licht-Signalanlage funktionierte.

Neben den mehr als 65 Sanitätern und Ärzten waren auch drei Hubschrauber im Einsatz - zwei des ÖAMTC und einer des Innenministeriums. Sie landeten zum Ausfliegen der Verletzten auf dem Fußballplatz des Vereins LUV, der sich direkt neben dem Bahnübergang befindet. Die Verletzten wurden laut Kundigraber in das LKH sowie das UKH Graz und in das Krankenhaus nach Wagna geflogen. Für die 34-jährige Buslenkerin allerdings gab es keine Rettung mehr. Die meisten Verletzten im Bus waren im vorderen Bereich gesessen oder gestanden.

Das Rote Kreuz hat noch am Vormittag eine Hotline eingerichtet, bei der Betroffene anrufen können, um das Erlebte in Gesprächen aufzuarbeiten. Die Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams sind unter der Nummer 14844 zu erreichen. Eine Vorwahl ist nicht nötig, sagte Kundigraber.

Bestürzte Reaktionen aus Graz

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) zeigte sich in einer ersten Reaktion erschüttert: "Es ist furchtbar, wenn so ein tragischer Unfall passiert. Spekulationen über die Hintergründe werde ich keine anstellen, denn als erstes gilt es, das tiefste Mitgefühl dem Gatten und den Angehörigen der tödlich verunglückten Buslenkerin auszusprechen. Wir hoffen und beten für jene, die schwer verletzt wurden. Mein Dank geht auch an die Einsatzorganisationen, die in bewährter Weise sehr rasch und effizient am Unfallort geholfen haben."

Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) drückte ebenfalls ihre Bestürzung aus: "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen der verstorbenen Buslenkerin und unsere Gedanken und Hoffnungen sind bei den Verletzten." Holding-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik meinte zum tragischen Unfall: "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Graz Linien, wir alle bei der Holding Graz, trauern um eine engagierte, junge Frau, sind tief betroffen."

Von einem "Schwarzen Tag" für den steirischen Verkehr sprach Landesrat Anton Lang (SPÖ): "Mein tiefstes Mitgefühl gilt nach dieser furchtbaren Katastrophe den Angehörigen der tödlich verunglückten Frau sowie den vielen Schwerverletzten. Es ist nur zu hoffen, dass es den Verletzten bald wieder besser geht. Mein Dank gilt auch den Einsatzkräften, die einmal mehr Großartiges geleistet haben, die Rettungskette hat einwandfrei funktioniert. Jetzt gilt es, die Unfallursache lückenlos aufzuklären".

(APA)

Aufgerufen am 18.12.2018 um 08:29 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/zug-gegen-linienbus-crash-in-graz-fordert-tote-und-zehn-verletzte-60218947

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