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Black Wings Linz beenden Heimserie der Red Bulls

Die Red Bulls konnten am Sonntag ihre Heimserie nicht fortsetzen und kassierten von den Black Wings Linz die erste Heimniederlage in dieser Saison

Es war ein bisschen wie Play-off und erinnerte an die Finalserie im Frühjahr  2010: Einige hundert ober österreichische Fans und ein lautstarkes Salzburger Publikum sorgten beim Spitzenspiel der Erste Bank Eishockey Liga zwischen den Red Bulls aus Salzburg und dem EHC LIWEST Black Wings Linz in der ausverkauften Salzburger Eisarena für super Stimmung. Und es begann auch dementsprechend. Die Gäste überraschten noch in der Anfangsminute mit dem schnellen ersten Tor, die Red Bulls schlugen gleich in der zweiten Minute zurück.  Gregor Baumgartner und Ryan Kavanagh sorgten für diesen  tollen Auftakt. Damit war die Partie er öffnet, ein Abtasten war nicht mehr nötig. Beide Teams schenkten sich nichts, zeigten schnelles Eishockey mit vielen harten Zweikämpfen.  Die Black Wings waren in den ersten 20 Minuten insgesamt einen Tick aggressiver als die Hausherren und beschäftigten Goalie Josh Tordjman mit vielen brenzligen Szenen im Salzburger Verteidigungsdrittel, während die Red Bulls eher aus Kontern heraus gefährlich waren. Kurz vor der Pause stocherten die Gäste die Scheibe ein zweites Mal ins Netz, und so ging es mit 1:2 aus Salzburger Sicht in die Kabinen. 

Red Bulls Torhüter Tjordman verhinderte schlimmeres

Im zweiten Abschnitt ging es zunächst in dieser Tonart weiter. Die Linzer drückten kräftig aufs Tor, die Red Bulls ohne die Verletzten Daniel Welser, Steve Regier und Robbie Earl (Rückenprobleme) sowie den Gesperrten Erik Reitz  standen oft im eigenen Verteidigungsdrittel. Torhüter Josh Tordjman  zeichnete  sich  immer wieder aus, etwa nach Solo von Danny Irmen oder einem Schuss aus kurzer Distanz von Mike Ouellette.

Zwischenzeitliche Führung für die Salzburger Hausherren

Dann wurden die Hausherren stärker, sorgten für Verkehr vorm Linzer Tor und schossen jetzt  öfter aufs Tor. In der 34. Minute traf Markus Schlacher aus Halbdistanz endlich zum Ausgleich, nur zwei Minuten später nutzte Alexandre Carrier das momentane Oberwasser und traf zur ersten Salzburger Führung. Aber der Tabellenführer hatte die Antwort, glich drei Minuten vor der zweiten Pause dieses hoch spannendes Spiels zum 3:3-Pausenstand aus. Josh Tordjman vereitelte in den letzten Sekunden noch eine Top-Chance von Rob Hisey, der bei einem Angriff 2 gegen 1 frei zum Schuss kam.

Erste Heimniederlage für die Red Bulls

Im Schlussabschnitt gerieten die Red Bulls gleich in der 42. Minute wieder in Rückstand, Danny Irmen verwertete frei stehend einen schönen Rückpass aus kurzer Distanz. Sofort drückten die Red Bulls auf den neuerlichen Ausgleich, doch die Linzer ließen nicht nach und blieben selbst gefährlich. Auch bei zwei Überzahlspielen im weiteren Spielverlauf sollte nichts mehr reingehen, zumal Linz Goalie Alex Westlund wieder einmal eine starke Leistung bot. Reijo Ruotsalainen auf der Salzburger Trainerbank riskierte am Ende alles, nahm früh den Goalie vom Eis. In der 58. Minute trafen die Oberösterreicher schließlich ins leere Tor und  fixierten den 5:3-Endstand aus ihrer Sicht. Die Red Bulls verloren damit erstmals in dieser Saison ein Heimspiel, boten aber gemeinsam mit dem Tabellenführer, der heute eindrucksvoll gezeigt hat, warum er diese Position innehat, ein tolles Eishockeyspiel. Das wurde auch von den Zuschauern honoriert, die ihren Teil zu einem schönen Eishockeyabend beigetragen haben, auch wenn den heimischen Fans heute ein Sieg ihrer Mannschaft verwehrt blieb.

Gemischte Gefühle bei den Bullen

Das Resümee von  Reijo Ruotsalainen: Im ersten Drittel haben wir nicht gut gespielt, und Linz hat enorm viel Druck gemacht. Danach waren wir deutlich besser, haben aber trotzdem bei vielen kleinen Details nicht so agiert, wie wir uns das vorgestellt haben. Zudem  hat  Linz  eine  extrem  starke  Defensive!  Alles in allem  war das ein guter Test gegen das momentan beste Team der Liga, das uns aufgezeigt hat, woran wir weiter arbeiten müssen. Red Bulls Torschütze Markus Schlacher ergänzte: Die Oberösterreicher spielen ähnlich wie wir einen sehr offensiven Stil, darauf müssen wir uns in Zukunft besser einstellen.? Auch in der nächsten Woche stehen wieder drei Spiele in der Erste Bank Eishockey Liga auf dem Plan. Die Red Bulls erwarten am Dienstag also übermorgen den tschechischen Liga-Neuling aus Znojmo in der Salzburger Eisarena (Beginn 17:30 Uhr wegen des Feiertags), am Freitag und Sonntag geht es nach Zagreb und Ljubljana. ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA EC Red Bull Salzburg ? EHC LIWEST Black Wings Linz  3:5 (1:2, 2:1, 0:2) Tore: Kavanagh (2.), Schlacher (34.), Carrier (36.) resp. Baumgartner (1.), Veideman (20., 37.), Irmen (42., 59./EN)
(Quelle: S24)

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