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Eder verpasste Kontiolahti-Sieg knapp: "Zweiter ist ein Traum"

Eder hatte wieder Grund zum Jubeln. APA/Gindl/Archiv
Eder hatte wieder Grund zum Jubeln.

Der Triumph schien zum Greifen nahe. Simon Eder hat seinen ersten Saisonsieg im Biathlon-Weltcup am Samstag in Kontiolahti nur um eine Skilänge verpasst. Der auf der Schlussrunde führende Salzburger musste sich in der Verfolgung über 12,5 km nach zwei Strafrunden erst im Zielsprint dem fehlerfreien Deutschen Arnd Peiffer geschlagen geben. Platz drei ging an den Norweger Emil Hegle Svendsen.

Schon beim letzten Schießen hatte Eder den Sieg vor Augen, verfehlte aber den letzten Schuss. Der WM-Dritte im Massenstart übernahm dennoch schnell die Führung von Peiffer und machte Tempo. Am Ende verließen ihn wenige Meter zu Früh die Kräfte. Während Peiffer mit einem Ausfallschritt seinen achten Weltcup-Sieg perfekt machte, verpasste Eder seinen vierten, den ersten seit der Verfolgung von Ruhpolding im Jänner 2016.

Biathlon: "Mega-Saison" für Eder

"In der Schlussrunde ist Arnd eigentlich schon zweimal abgerissen, keine Ahnung, wie er da wieder drangekommen ist", sagte Eder. Der 34-Jährige tröstete sich mit dem 17. Podestplatz seiner Weltcup-Karriere. Zum bereits neunten Mal lief er auf Platz zwei. "Zweiter ist ein Traum. Ich wollte unbedingt noch einmal aufs Stockerl, das habe ich geschafft. Jetzt ist es für mich eine mega Saison."

Höhepunkt waren die beiden Bronzemedaillen bei der Heim-WM in Hochfilzen (hier und hier). Österreich hält nun in dieser Weltcup-Saison bei neun Podestplätzen. 2016/17 ist diesbezüglich damit bereits erfolgreicher als das vergangene Jahr. Die weiteren Österreicher landeten in Finnland allerdings nicht im Spitzenfeld. Dominik Landertinger wurde mit vier Fehlern 23., Mesotitsch kam mit deren zwei auf Rang 28.

Eberhard lässt Rennen aus

Julian Eberhard, zuletzt Sprintsieger auf der Olympia-Strecke in Pyeongchang, trat nach Rang neun am Vortag wegen einer Erkältung nicht an. Daher musste Eder, als Sechster nach dem Sprint gestartet, die Kastanien aus dem Feuer holen. Nach zwei fehlerfreien Liegendschießen übernahm der Salzburger bereits die Führung, der 15. und der 20. Schuss gingen aber jeweils daneben.

"Stehend zweimal der letzte Schuss ist etwas ärgerlich", sagte Eder. "Zum Schluss bin ich aber mit extremer Belastung zum Schießen gekommen." Weltcup-Dominator Martin Fourcade und Svendsen hatten Tempo gemacht, stolperten unmittelbar vor dem Schießstand aber übereinander. Eder: "Als ich gesehen habe, dass die beiden gestürzt sind, dachte ich mir, das musst du ausnützen, weil ich weiß, dass einen so etwas aus dem Konzept bringt."

Fourcade läuft nicht um Sieg mit

Tatsächlich musste Svendsen einmal und Fourcade gar zweimal in die Strafrunde. Der französische Sprint-Sieger lief trotz insgesamt vier Schießfehlern noch auf Platz fünf, sicherte sich damit auch die kleine Kristallkugel für den Verfolgungs-Weltcup. Fourcade fixierte die bereits 19. kleine Kugel seiner Karriere für einen Disziplinen-Weltcup. Damit stellte der 28-Jährige einen weiteren Rekord des Norwegers Ole Einar Björndalen ein.

Als Weltcup-Gesamtsieger steht Fourcade bereits zum sechsten Mal in Serie fest. Demnächst wird er zum zweiten Mal Vater. Der Franzose wollte daher alsbald aus Kontiolahti abreisen. In Finnland stehen am Sonntag eine Einzel-Mixed-Staffel (je ein Frau und ein Mann/ab 13.30 Uhr) sowie eine Mixed-Staffel (je zwei Frauen und zwei Männer/ab 16.15) auf dem Programm.

(APA)

(Quelle: S24)

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