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Eishockey: Bullen vergaben Matchball

Eishockey-Meister Red Bull Salzburg verlor gegen die Vienna Capitals mit 4:1. Die Serie wird nun am Dienstag entschieden.

Beim sechsten Halbfinalspiel der Erste Bank Eishockey Liga in der ausverkauften Wiener Albert-Schultz-Halle konnte der EC Red Bull Salzburg wieder komplett antreten, auch der zuletzt noch rekonvaleszente Verteidiger Doug Lynch hatte sich rechtzeitig fit gemeldet. Bereits nach zwei Minuten hatte Manuel Latusa die erste große Möglichkeit, blieb nach Solo von der blauen Linie aber am Goalie des EV Vienna Capitals, Adam Hauser, hängen. In der fünften Minute wurden die Gastgeber bei einem Powerplay erstmals gefährlich, spielten danach aber, verglichen mit den letzten Halbfinalspielen in Wien, relativ verhalten. Das erste Tor gehörte dennoch ihnen, Rafael Rotter traf in der siebenten Minute nach schönem Zuspiel zur ersten Wiener Führung.

Danach konnten sich die Salzburger nur kurz über ihr erstes Überzahlspiel freuen, denn wenig später mussten sie schon wieder zu dritt verteidigen, und Rafael Rotter netzte nach einem Abpraller zum zweiten Mal ein. Mit diesem Pausenstand ging es auch in die Kabinen. Erst im zweiten Abschnitt wurde die Partie richtig heiß, gute Szenen wechselten sich bei hohem Tempo auf beiden Seiten ab. Die Red Bulls spielten zu Beginn ein gutes Powerplay, Wiens Goalie verhinderte mit Glück den Anschlusstreffer. Auf der anderen Seite vertändelte Rafael Rotter die Scheibe bei einem Solo von der Strafbank kommend. Nach einer starken Phase der Capitals drückten auch die Red Bulls wieder mehr, kamen bei etlichen Schüssen am starken Wiener Schlussmann aber lange nicht vorbei. Bis zur 38. Minute, da überwand Kapitän Thomas Koch mit einem Heber unter die Querstange endlich den Schlussmann und fixierte den so wichtigen Anschlusstreffer kurz vor der zweiten Pause. Nun war wieder alles möglich.

Zu Beginn des Schlussdrittels erlebten die Red Bulls eine Schrecksekunde, als die Scheibe das Tor am langen Pfosten nur um Zentimeter verfehlte. Und jetzt merkte man dem Spiel die besondere Brisanz an; einerseits wurde verbissen um jeden Zentimeter Eis gekämpft, andererseits versucht, vorsichtig zu spielen, um Strafen zu vermeiden. Während die Capitals jetzt auf ihre Konterchancen warteten, drückten die Salzburger auf den Ausgleich. Aber die Red Bulls hatten ihre Mühe mit defensiv stark agierenden Hausherren, hatten auch in Überzahl kaum gute Schussmöglichkeiten. Auch bei einem zweiten Powerplay kamen sie nicht gut vors Tor, und dann erwischte Rafael Rotter die Scheibe, ging allein auf Reinhard Divis und stellte mit seinem dritten Tor die Entscheidung her. Am Schluss hatten die Salzburger neuerlich Chancen bei 6:4 bzw. 6:5 Spielern auf dem Eis, aber die Scheibe wollte einfach nicht mehr hinein. David Rodman setzte mit dem Empty-Net-Tor in der 60. Minute schließlich den Schlusspunkt, die Vienna Capitals gewannen v.a. aufgrund einer enorm starken Defensivleistung verdient mit 4:1 und glichen in der Halbfinalserie-Serie auf 3:3 nach Siegen aus.

(Quelle: S24)

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