Jetzt Live
Startseite Sport
Sport

Eisspeedway: Salzburgs Ikone Franky Zorn will WM-Podestplatz

Der Salzburger Franky Zorn gilt als österreichische Ikone des Eisspeedways und verkörpert den Sport wie kein anderer. Er geht an die Grenzen der Physik und an jene des gesunden Menschenverstandes. Der 47-jährige Ex-Europameister aus Saalfelden ist topfit und will bei der WM angreifen.

Eisspeedway ist ein Spektakel, ein Balanceakt zwischen Herz und Hirn und zählt zu den aufregendsten Live-Sportarten der Welt. Nur die härtesten Männer in dieser Szene können sich in der Eliteklasse behaupten.

Zorn: "Eisspeedway ist ein Hochrisikosport“

Nach zehntausenden Kilometer auf dem Eis, weiß Zorn worauf es ankommt: "Beim Eisspeedway geht es um gutes Reaktionsvermögen, den Mut zum Risiko, Körpergefühl und besonders auch um Vertrauen. Vertrauen in dich selbst und in deine Maschine. Sonst bleibst du auf der Strecke.“ Wobei er nach 96 Podestplätzen (u.a. Europameister, Vizeweltmeister, 7-facher Teamvizeweltmeister) dem Aspekt des Vertrauens eine ganz besondere Bedeutung zuschreibt.

2014 ist der 47-Jährige schwer gestürzt und arbeitete bereits in der vergangenen Saison wieder an seinem  Comeback um heuer an die Erfolge anknüpfen zu können. "Und eines darf man halt niemals vergessen“, so der gebürtige Saalfeldener: "Eisspeedway ist ein Hochrisikosport, für den man vor allem auch Technik benötigt, auf die man sich echt verlassen kann.“

"Reibung kostet Zeit. Im Sport wie auch im Business“

Eisige Temperaturen und gefrorene Pisten sind die Grundvoraussetzung für Zorns‘ sportlichen Motor. Aus technischer Sicht jedoch, entscheidet der Antrieb über Sieg oder Niederlage im Rennen. "Genau jenen Antrieb liefern meine Partner G.O.Nilsson in Wals bei Salzburg, die mich – als eine der ersten Unterstützer - seit 14 Jahren mit Lagern, oft auch spezialgefertigt, beliefern. Denn gleich wie in der Wirtschaft geht es auch im Sport darum den Rollwiderstand zu minimieren, um Reibung zu verhindern. Denn: Reibung kostet Zeit. Im Sport wie auch im Business.“

Franky Zorn (Mitte) vertraut seinem Team voll und ganz. /LifelikePR Salzburg24
Franky Zorn (Mitte) vertraut seinem Team voll und ganz. /LifelikePR

Titanplatte im Körper sorgt für Vertrauen

Als Zorn sich bei seinem Sturz in Moskau 2014 einen Sitzbeinbruch zugezogen hatte, lag die sportliche Karriere erstmal auf Eis. "Durch den Unfall musste ich mein Training, aber auch mein Bike komplett neu ausrichten.“ Diese mentale, aber auch technisch sehr anspruchsvolle Zeit, nutzte der Saalfeldener zur Optimierung des Bikes vor allem in Hinblick auf die Tatsache, dass Zorn seine zukünftigen Rennen nun mit einer Titanplatte im Körper bezwingen muss. „Und da schließt sich der Kreis zum Thema Vertrauen“, betont der Routinier des Eisspeedway-Sports: "Wenn du dich auf deine Partner verlassen kannst, hast auch Vertrauen in dein Material.“

Ziel ist ein WM-Podestplatz

Letztes Jahr konnte Zorn wieder an die Spitze anknüpfen. Diese Saison soll der letzte Schritt nach oben gelingen, hin zum WM-Podestplatz. Dafür braucht es auch ein neues Motorrad. Das Optimieren des Bikes gibt er dabei keinesfalls aus der Hand. Persönlich schraubt, schweißt und versiegelt der Saalfeldener sein Bike, denn nur dann kennt er jeden Winkel des Rades – ein oftmals entscheidender Vorteil beim Rennen. Zorn ist zuversichtlich, denn viele Details konnten durch intensive Gespräche, monatelanger Forschung und zahlreichen Testreihen optimiert werden. Franky brennt beim Gedanken an die neue Eis-Saison. "Drei Wochen wird jetzt in Schweden getestet und trainiert, die Wettkämpfe beginnen dann im Dezember und somit geht’s auf zur Championship.“

Die Qualifikation für die WM-Serie beginnt am 3. Februar in Astana (Kasachstan). Die WM-Generalprobe am 20. Jänner in St. Johann wurde wegen zu wenig Eisfläche abgesagt.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 28.02.2021 um 05:38 auf https://www.salzburg24.at/sport/eisspeedway-salzburgs-ikone-franky-zorn-will-wm-podestplatz-57732688

Kommentare

Mehr zum Thema